Glossarbegriffe: Optische Astronomie
Description: Die optische Astronomie befasst sich mit der Untersuchung und Beobachtung des Universums (Sterne, Planeten, Zwergplaneten, Asteroiden usw.) im nahen Infrarot, im sichtbaren Licht und im ultravioletten Licht. Diese drei Arten von elektromagnetischer Strahlung werden zusammengefasst, weil optische Teleskope mit Glaslinsen und/oder Metallspiegeln, die ursprünglich für Beobachtungen im sichtbaren Licht gebaut worden sind, ebenso gut für die Beobachtung des nahen Infrarots oder des ultravioletten Lichts geeignet sind. Außerdem ist die Erdatmosphäre nicht nur für das sichtbare Licht, sondern auch für die direkt angrenzenden infraroten und ultravioletten Bereiche transparent, sodass alle drei Arten von Beobachtungen vom Boden aus möglich sind. Nicht zuletzt können die Kamerachips, welche Astronomen für Beobachtungen im sichtbaren Licht verwenden, auch Nahinfrarot- und Ultraviolettlicht erkennen. All dies zusammengenommen bedeutet, dass die Teleskope und Instrumente, die Astronomen für die Beobachtung des sichtbaren Lichts verwenden, ebenso gut für Beobachtungen im nahen Infrarot und im Ultraviolett geeignet sind. Daher ist es sinnvoll, Beobachtungen in diesem Bereich des elektromagnetischen Spektrums mit einem einzigen Begriff zu beschreiben, nämlich dem der optischen Astronomie. Das Adjektiv "optisch" wird auch verwendet, um den Spektralbereich zu beschreiben, wie in "der optische Teil des Spektrums". Beobachtungen in diesem Bereich sind "optische Beobachtungen".
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- Vereinfachtes Chinesisch: 光学天文学
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Zugehörige Medien
Hubble-Weltraumteleskop über der Erde
Bildunterschriften: Das NASA/ESA-Weltraumteleskop Hubble in der Erdumlaufbahn. Dieses Bild wurde von Astronauten an Bord der Raumfähre Columbia aufgenommen, unmittelbar nach der Wartungsmission 3B am Weltraumteleskop selbst. Das Teleskop hat eine Öffnung, durch die Licht einfällt (hier links zu sehen). Das Licht wandert durch die Optik des Teleskops zu den Kameras und Spektrographen, die sich in der Ausbuchtung am anderen Ende des Observatoriums befinden (hier rechts zu sehen). Die Daten von diesen Instrumenten werden dann über eine Antenne zur Erde zurückgeschickt. Die schwarzen Rechtecke auf beiden Seiten des Observatoriums sind die Solarpanele, die das Observatorium mit Strom versorgen.
Bildnachweis: NASA/ESA
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Keck-Teleskope
Bildunterschriften: Die beiden Keck-Teleskope auf dem Mauna Kea auf der Insel Hawai`i. Diese beiden Teleskope sind Spiegelteleskope mit Primärspiegeln die einen Durchmesser von 10 m haben.
Bildnachweis: NASA/JPL
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Die Säulen der Schöpfung im Vergleich
Bildunterschriften: Die "Säulen der Schöpfung" sind eine bekannte astronomische Erscheinung im Adlernebel im Sternbild Serpens. Die Abbildung zeigt einen direkten Vergleich zwischen Bildern des Hubble-Weltraumteleskops (HST) und des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST), die die Säulen, die einen Durchmesser von mehreren Lichtjahren haben, sowohl im sichtbaren Licht (auch bekannt als optisches Licht) als auch im Infrarotlicht zeigen. Auf der linken Seite sind die Säulen zu sehen, wie sie von Hubble im sichtbaren Licht gesehen wurden, aufgenommen im Jahr 2014. Es zeigt dunkle Säulen vor einem undurchsichtigen Hintergrund mit nur einer Handvoll sichtbarer Sterne. Das Gegenstück auf der rechten Seite ist die im Jahr 2022 veröffentlichte Nahinfrarotaufnahme von Webb, die den Staub durchdringt und zahlreiche Sterne unterschiedlicher Größe zeigt.
Ihre Entfernung von der Erde beträgt etwa 6.500 bis 7.000 Lichtjahre. Innerhalb dieser Säulen bilden sich ständig neue Sterne, die von Astronomen eingehend untersucht werden. Sie bestehen größtenteils aus kühlem molekularem Wasserstoff und geringen Mengen an interstellarem Staub und werden durch die intensive ultraviolette Strahlung, die von nahen massereichen und neugeborenen Sternen ausgeht, erodiert - ein Prozess, der als Photoverdampfung bekannt ist.
Bildnachweis: NASA, ESA, CSA, STScI
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