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Glossar-Begriff: Beobachtung

Beschreibung: Bei astronomischen Beobachtungen werden elektromagnetische Strahlung, Teilchen oder Gravitationswellen, die uns von einem astronomischen Objekt erreichen, gesammelt und/oder gemessen. Früher haben Menschen mit ihrem bloßem Auge den Himmel beobachtet. Ab dem frühen 16. Jahrhundert gibt es Teleskope für astronomische Beobachtungen. Heute können dafür eine Vielzahl von Kameras, Spektrometern und anderen Instrumenten genutzt werden. Die gesammelten Informationen, wie z. B. die unbearbeitete Bilddatei, welche uns eine Kamera liefert, werden als (Beobachtungs-)Daten bezeichnet.

Diese Daten enthalten Informationen über das Objekt und das dazwischenliegende Medium (z. B. das interstellare oder intergalaktische Medium), hängen aber auch von den Besonderheiten des Instruments ab, z. B. wenn ein Teil der Kamera empfindlicher ist als ein anderer. Die Daten hängen auch von Verunreinigungen ab. Wenn wir beispielsweise Licht von einem astronomischen Objekt mit einer Kamera sammeln, nehmen wir normalerweise auch Vordergrundlicht mit auf, das in der Erdatmosphäre gestreut wird. Die möglichst vollständige Entfernung von instrumentenspezifischen und verunreinigenden Anteilen in den Rohdaten wird als Datenreduktion bezeichnet. Typische Endprodukte von Beobachtungen sind Bilder, Spektren und Zeitreihen (wiederholte Beobachtungen desselben Objekts oder derselben Objekte, z. B. Daten von Pulsaren oder veränderlichen Sternen). Solche Beobachtungen können verwendet werden, um verschiedene Größen zu messen, z. B. den Winkel zwischen zwei Objekten, die Zeit, zu der ein Ereignis beobachtet wurde, oder die scheinbare Helligkeit eines Objekts.

Beobachtungen unterscheiden sich von den Experimenten, die in vielen wissenschaftlichen Labors durchgeführt werden, dadurch, dass der Beobachter nicht mit den astronomischen Objekten selbst interagieren kann, wie es ein Chemiker kann, der zwei Chemikalien mischt. Manchmal können astronomische Beobachtungen aber durch Experimente an den Objekten selbst ergänzt werden, z. B. bei der Untersuchung von Meteoriten oder indem Raumsonden zu Himmelskörpern im Sonnensystem reisen.

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Begriffs- und Definitionsstatus Die Originaldefinition dieses Begriffes auf Englisch wurden von einem forschenden Astronom und einer Lehrkraft bestätigt
Die Übersetzung dieses Begriffs und seiner Definition warten auf Prüfung und Bestätigung

The OAE Multilingual Glossary is a project of the IAU Office of Astronomy for Education (OAE) in collaboration with the IAU Office of Astronomy Outreach (OAO). The terms and definitions were chosen, written and reviewed by a collective effort from the OAE, the OAE Centers and Nodes, the OAE National Astronomy Education Coordinators (NAECs) and other volunteers. You can find a full list of credits here. All glossary terms and their definitions are released under a Creative Commons CC BY-4.0 license and should be credited to "IAU OAE".

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Ein Teleskop zeigt auf den Himmel, an dem die Milchstraße mit gesprenkelten dunklen und hellen Flecken zu sehen ist.

Lernnächte

Unterschrift: Unter den Weiten des Nachthimmels über der Tatacoa-Wüste in Kolumbien richtet sich ein Teleskop auf den majestätischen galaktischen Kern aus, während ein Smartphone diese kosmische Begegnung festhält. Dieser Schnappschuss, der am 9. Juni 2023 während eines Astronomie-Camps aufgenommen wurde, verkörpert die zugängliche Schönheit der himmlischen Wunderwerke. Er zeigt die faszinierende Pracht des Nachthimmels und lädt sowohl den gelegentlichen Sternengucker als auch den passionierten Astronomen ein. Die Großartigkeit der Milchstraße, elegant eingefangen durch ein mobiles Gerät, überbrückt nahtlos die Kluft zwischen anspruchsvoller Ausrüstung und der reinen, tiefen Freude an der Beobachtung der Sterne.
Bild: Juan Pablo Botero Londoño/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole


Vier schüsselförmige Teleskope sind auf den Himmel gerichtet und zeigen auf den Bogen der Milchstraße über uns.

Milchstraße über der H.E.S.S. Sternwarte

Unterschrift: Die Dunkelheit des Himmels am H.E.S.S.-Observatorium offenbart die scheinbar unzähligen Sterne, aus denen sich die Milchstraße zusammensetzt, und macht es schwierig, die Sternbilder zu erkennen, wie mit einem Smartphone im Juni 2023 von Namibia aus aufgenommen wurde. Die Sterne Alpha und Beta Centauri sind unten links auf dem Bild zu sehen, genau über dem Turm. Der orangefarbene Stern, der direkt über und rechts neben dem linken H.E.S.S.-Teleskop zu sehen ist, ist Antares, ein roter Riesenstern, der zum Sternbild Skorpion gehört.
Bild: Jianfeng Dai/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole


Die Milchstraße erscheint in Form eines diagonalen Streifens von links unten nach rechts oben. Im Verlauf des Videos wird sie immer horizontaler.

Südhimmel über La Silla

Unterschrift: Dieses Video zeigt die eindrucksvolle Ausdehnung der Milchstraße über die Weite des Nachthimmels. Inmitten dieses Sternentheaters tritt das Kreuz des Südens hervor, erkennbar an seiner markanten Kreuzform im oberen rechten Bildbereich über der Milchstraße, bevor es im Verlauf des Videos langsam verblasst. Dieses Sternbild – welches auf der Südhalbkugel eine markante Erscheinung ist – besitzt sowohl kulturelle als auch navigatorische Bedeutung und diente über Jahrhunderte hinweg als Orientierungspunkt. Die majestätische Erscheinung der Milchstraße wird von den beiden Magellanschen Wolken begleitet, die als ferne Begleiter am Himmel zu erkennen sind. Der Carina-Nebel trägt mit seinem leuchtenden Schimmer zum kosmischen Panorama bei und hebt sich deutlich von der Dunkelheit des Alls ab. Inmitten dieses himmlischen Balletts umhüllt ein sanftes grünes Leuchten, der sogenannte Airglow, die Atmosphäre und verleiht dem Nachthimmel einen subtile Helligkeit. Auch irdische Elemente sind Teil der Szene: Flugzeuge ziehen ihre Spuren über den Himmel, während Fahrzeuge zwischen den Gebäuden der Sternwarte verkehren. Dieser Zeitraffer, aufgenommen am La-Silla-Observatorium in Chile, eröffnet einen faszinierenden Blick auf den dynamischen Wandel des Nachthimmels – ein Zeugnis der Schönheit unserer Galaxie und der markanten Himmelszeichen des südlichen Firmaments.
Bild: José Rodrigues/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole


Die Schüssel eines Radioteleskops dreht sich, während sich der Große Wagen am Himmel dahinter bewegt.

Der Große Wagen mit dem Radioteleskop Sardinien SRT

Unterschrift: Dieser Zeitraffer fängt die Bewegung der Sterne neben dem majestätischen 64-Meter-Radioteleskop Sardinien (SRT) des Nationalen Instituts für Astrophysik (INAF) ein, mit besonderem Augenmerk auf den berühmten Großen Wagen vor dem Hintergrund der Himmelskugel. Die Kamera schwenkt während die berühmte Sterngruppe am Himmel versinkt, zur selben Zeit fliegen Flugzeuge vorbei und das Radioteleskop dreht sich. Das harmonische Zusammenspiel zwischen den Sternenbahnen und der kolossalen Schüssel des Radioteleskops schafft eine faszinierende visuelle Ode an das kosmische Ballett, aufgenommen im September 2019.
Bild: Antonio Finazzi/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole


Zwei Astronomen betrachten eine Mondfinsternis. Zwischen ihnen, am teilweise bewölkten Himmel, zeichnen eine Reihe heller Kreise einen gekrümmten Pfad

Die Finsternis zwischen uns, von Muhammad Rayhan, Indonesien

Unterschrift: Zweiter Platz beim IAU OAE Astrophotographie-Wettbewerb 2021, Kategorie Totale Mondfinsternis. Totale Mondfinsternisse gehören zu den eher spektakulären Himmelsereignissen und können leicht mit und ohne Teleskop beobachtet werden. Hier sehen wir die Phasen der totalen Mondfinsternis vom 31.1.2018, fotografiert in Indonesien: beginnend mit dem Eintritt der Vollmondscheibe in den runden Kernschatten der Erde, der Totalität als Blutmond, und dem Beginn des Austritts des Mondes aus dem Kernschatten der Erde bis zum Monduntergang.
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Description: Den Merkspruch „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden steigt sie hoch hinauf, im Westen wird sie untergeh‘n, im Norden ist sie nie zu sehn.“ lernen die meisten Schülerinnen und Schüler bereits in der Grundschule kennen. Doch ist er auch für alle Orte und Zeitpunkte auf der Erde wahr? Um dies zu überprüfen, verfolgen wir die Sonne auf ihrer Bahn über unseren Taghimmel ab dem Zeitpunkt ihres Aufgangs bis hin zu ihrem Untergang und bauen mit Hilfe einer einfachen Beobachtungsmethode ein Modell dieser „scheinbaren“ Sonnenbahn. Mit dessen Hilfe lassen sich sowohl die Anfangsfragen wie auch weitere Fragen beantworten, z. B. wie lang die Sonne tagsüber zu sehen ist oder warum es am Äquator keine so lange Dämmerung gibt wie bei uns in Deutschland. Das Modell kann qualitativ sowohl für die Unterstufe als auch quantitativ für die Mittelstufe bzw. auch für die Kursstufe eingesetzt werden.

Altersgruppen: 10-12 , 12-14 , 14-16 , 16-19
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