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Glossarbegriffe: Sonne

Description: Die Sonne ist der Stern, der der Erde am nächsten ist. Für die Astronomen ist sie ein Stern des Typs "G2V". Das bedeutet: Die Sonne ist ein Hauptreihenstern mit einer typischen Temperatur ("effektive Temperatur") von 5800 Kelvin. Hauptreihensterne wie die Sonne sind stabil, man sagt auch: Sie befinden sich im hydrostatischen Gleichgewicht. Das bedeutet, dass die durch Wasserstofffusion in ihrem Kern freigesetzte Energie die durch die Schwerkraft nach innen gerichtete Kraft ausgleicht.

Dem menschliche Auge erscheint die Sonne weiß, da sie viel Licht im gesamten sichtbaren Spektrum aussendet. Wenn sie tiefer am Himmel steht, kann die erhöhte atmosphärische Extinktion die Sonne gelb oder orange erscheinen lassen, weshalb sie häufig als gelb dargestellt wird. Es gibt Sterne, die mehr als 1000-mal heller sind als die Sonne, aber auch solche, die 1000-mal lichtschwächer sind. Viel hellere Sterne sind jedoch relativ selten: Die Sonne ist heller (und massereicher) als die meisten (vielleicht 85 %) der Sterne in der Galaxis.

Für Astronomen ist die Sonne interessant, weil sie so nah ist: Deshalb können sie ihre Oberfläche detaillierter auflösen und so die Strukturen und Phänomene auf der Sonne untersuchen. Ein Beispiel ist die Sonnenaktivität, die mit den Magnetfeldern der Sonne zusammenhängt: Sonnenflecken (kühlere Bereiche), Flares (kurze helle Sonneneruptionen) und sogar koronale Massenauswürfe (elektrisch geladene Teilchen, die von der Sonne weggeschleudert werden). Physiker haben auch Elementarteilchen, sogenannte Neutrinos, aus dem Kern der Sonne nachgewiesen: Die Neutrinos sind ein direkter Beweis für Kernfusionsprozesse tief im Inneren der Sonne. Das Element Helium wurde erstmals im Sonnenspektrum nachgewiesen - daher der Name Helium, der von Helios (in der griechischen Mythologie der Sonnengott) stammt.

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Term and definition status: The original definition of this term in English have been approved by a research astronomer and a teacher
The translation of this term and its definition is still awaiting approval

The OAE Multilingual Glossary is a project of the IAU Office of Astronomy for Education (OAE) in collaboration with the IAU Office of Astronomy Outreach (OAO). The terms and definitions were chosen, written and reviewed by a collective effort from the OAE, the OAE Centers and Nodes, the OAE National Astronomy Education Coordinators (NAECs) and other volunteers. You can find a full list of credits here. All glossary terms and their definitions are released under a Creative Commons CC BY-4.0 license and should be credited to "IAU OAE".

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Die Sonne, umgeben von mehreren hellen Kreisen und Bögen, über einer verschneiten, baumbestandenen Landschaft.

Winterhalos, von Thomas Gigl, Deutschland

Bildunterschriften: Zweiter Platz im IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb 2021, Kategorie Sonne/Mond-Halos. Dieses Bild wurde in Jochberg in der berühmten österreichischen Skiregion Tirol aufgenommen und zeigt mehrere Merkmale von Eis-Halos, die aufgrund ihrer Helligkeit häufiger um die Sonne als um den Mond auftreten. Die äußere und innere Reflexion der Sonnenstrahlen an den Eiskristallflächen und innerhalb der verschiedenen Eiskristalltypen führt zu diesen Halo-Erscheinungen. Der 22°-Halo umgibt die Sonne mit zwei hellen Flecken am Rand, die als Sundogs, Nebensonnen oder Mock Suns bezeichnet werden und links und rechts auf gleicher Höhe mit der Sonne zu beobachten sind. Das horizontale weiße Band, der so genannte Nebensonnenkreis (parahelische Kreis), benannt nach dem Sonnengott Helios, verläuft durch die Sonne und die Nebensonnen in derselben Winkelhöhe. Ein oberer Tangentenbogen, ein sonnennaher Parrybogen und ein unterer Tangentenbogen berühren ebenfalls den oberen und unteren Rand des 22°-Halos. Ein auf dem Kopf stehender regenbogenartiger Bogen oder der Zirkumzenitalbogen berühren den hellen Supralateralbogen, die beide seltener zu beobachten sind.
Bildnachweis: Thomas Gigl/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Das Bild zeigt Gruppen von Sonnenflecken als dunkle Flecken, die in Bändern über und unter dem Äquator der Sonne liegen

Sonnenflecken

Bildunterschriften: Auf diesem Bild ist die Sonne an fast neun Tagen zwischen Juli und August 2012 mit Gruppen von Sonnenflecken gespickt. Die Sonnenflecken, die auf diesem Bild zu sehen sind, waren die Quellen von Sonneneruptionen und koronalen Massenauswürfen (CME). Auf diesem Bild nähert sich die Sonne gerade dem solaren Maximum in ihrem Zyklus (Sonnenzyklus), wo sich viele Flecken entlang des Sonnenäquators bilden. Diese Sonnenflecken und die Aktivität sind auf der südlichen Hemisphäre zu sehen, während vorher die meiste Aktivität auf der nördlichen Hemisphäre stattfand.
Bildnachweis: NASA/SDO/HMI credit link

License: PD Public Domain icons


Die Sonne erscheint im Ultraviolett als Kreis. Der Flare ist ein heller Fleck oben rechts 3/4 des Weges vom Zentrum

Sonneneruption

Bildunterschriften: Dieses Bild zeigt die mittelstarke Sonneneruption, die im März 2022 vom Solar Dynamic Observatory (SDO) beobachtet wurde. Das SDO beobachtet die Sonnenaktivität und zeigt daher die Regionen auf der Sonne, in denen es Aktivität gibt. Eine Sonneneruption ist eine kurze Aufhellung auf der Sonnenoberfläche. Diese spezielle Eruption gehört zur M-Klasse, was bedeutet, dass sie nur ein Zehntel so groß ist wie die stärksten Eruptionen, nämlich die X-Eruptionen. Sonneneruptionen sind mit dem bloßen Auge kaum sichtbar, daher die SDO. Das Bild hier wurde im extremen ultravioletten Licht aufgenommen, das von SDO rot eingefärbt wurde. Der Flare erscheint im oberen Teil der Sonnenscheibe.
Bildnachweis: NASA/SDO credit link

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Die Sonne als rote Scheibe mit hellen Flecken und langen dunklen Strängen. Mehrere kleine zarte Merkmale ragen aus dem Rand der Scheibe heraus

H-Alpha-Bild der Chromosphäre der Sonne

Bildunterschriften: Dieses Falschfarbenbild wurde mit einem 10-cm-Teleskop am Big Bear Solar Observatory (BBSO) in den Vereinigten Staaten im Juli 2002 aufgenommen. Es zeigt die gesamte Sonnenscheibe in der H-alpha-Emissionslinie des Wasserstoffs. Bei der Beobachtung in dieser Spektrallinie erscheint die Chromosphäre der Sonne besonders auffällig, da Wasserstoffatome bei dieser Wellenlänge Licht emittieren. Diese Emission erzeugt eine charakteristische rote Farbe, die Merkmale wie Spikulen (haarähnliche Plasmastrahlen) und Sonnenfackeln (helle Flecken in der Chromosphäre) gut sichtbar macht. Mehrere kleine Sonnenerhebungen sind zu sehen, die aus dem Rand der Sonnenscheibe herausragen. Wenn Protuberanzen (auch Filamente genannt) die Oberfläche der Sonnenscheibe kreuzen, erscheinen sie als dunkle Fäden, die durch das kühlere Material in der Protuberanz verursacht werden, das Licht absorbiert. Die Chromosphäre ist auch im violetten Teil des Sonnenspektrums sichtbar, da ionisiertes Kalzium in diesen Wellenlängen emittiert.
Bildnachweis: Sonnenobservatorium Big Bear (BBSO)/New Jersey Institut of Technology (NJIT) credit link

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Ein dunkler, annähernd kreisrunder, schwarzer Sonnenfleck sendet dunkle Finger in die leuchtend orange Umgebung aus

Nahaufnahme eines Sonnenflecks

Bildunterschriften: Dieses Bild eines Sonnenflecks wurde mit dem Daniel K. Inouye Solar Telescope (DKIST) aufgenommen, das von der U.S. National Science Foundation betrieben wird. Es wurde nur in Licht mit einer Wellenlänge von 530 Nanometern aufgenommen, also im grünlich-gelben Bereich des sichtbaren Spektrums. Das Bild zeigt die Details der Struktur des Flecks und der Photosphäre der Sonne. Der dunkle zentrale Bereich, die so genannte Umbra (auch Kernschatten genannt), ist von einem helleren Bereich, der so genannten Penumbra (auch Halbschatten genannt), umgeben, der sich in radialer Richtung zur Umbra ausdehnt. Beachtet, dass der Kernschatten und der Halbschatten hier nicht mit dem Kernschatten und dem Halbschatten bei einer Sonnenfinsternis identisch sind. Der Sonnenfleck hat einen Durchmesser von etwa 5000 Kilometern, was in etwa der Ost-West-Ausdehnung Chinas entspricht. Während der Kernschatten schwarz erscheint, ist er in Wirklichkeit heiß und hell. Er erscheint nur deshalb so dunkel, weil er einige tausend Kelvin kälter ist als die umgebende Sonnenphotosphäre. Um den Sonnenfleck herum sind auf der photosphärischen Oberfläche der Sonne Granulationsmuster aus Plasma sichtbar.
Bildnachweis: NSO/NSF/AURA credit link

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