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Glossarbegriffe: Sternentstehung

Description: Ein Stern entsteht aus dem Gravitationskollaps eines dichten und kühlen Kerns innerhalb einer Molekülwolke. Diese kalten und dichten Molekülwolken befinden sich meistens in den Spiralarmen von Galaxien. Die Sternentstehung geht mit komplexen physikalischen Prozessen einher. Diese Prozesse laufen auf verschiedenen Größenordnungen ab und ergeben sich aus verschiedenen Effekten der Schwerkraft, des Drucks, der Strahlung, von Magnetfeldern, Turbulenzen, chemischen Reaktionen usw. Einige dieser Prozesse sind bislang noch nicht gut verstanden. Je nach Masse der ursprünglichen Molekülwolke und den Akkretionsprozessen während der Entstehungsphasen kann die Masse des Sterns zwischen 0,08 und einigen hundert Sonnenmassen liegen. Die meisten Sterne entstehen nicht als Einzelsterne sondern als Teil eines Sternhaufens. Während der Entstehungsphase bildet sich um den Zentralstern eine ringförmige Scheibe, die das Baumaterial für die Entstehung von Planeten liefert.

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Eine dunkle Wolke verdeckt Sterne im Hintergrund. Vorne schießen zwei Materialstrahlen von einem zentralen Objekt in entgegengesetzte Richtungen

Die Geburt eines Sterns miterleben

Bildunterschriften: Eine Kombination aus Radio- und sichtbarem Licht, aufgenommen mit dem Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) und dem New Technology Telescope (NTT) der Europäischen Südsternwarte, enthüllt die Geburt eines Sterns, der das Herbig-Haro-Objekt HH 46/47 bildet. ALMA-Beobachtungen (orange und grün) enthüllen den energiereichen Strahl des zentralen Protosterns, der im sichtbaren Wellenlängenbereich aufgrund von Staub und dichtem Gas verborgen ist. NTT-Beobachtungen in Pink und Violett heben das sichtbare Licht des Jets hervor, das in Richtung des Beobachters abgestrahlt wird.
Bildnachweis: ESO/ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/H. Arce. Danksagung: Bo Reipurth credit link

License: CC-BY-3.0 Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported icons


Junge Sterne bilden sich entlang eines Gasbandes

Stellare Geburtsumgebung

Bildunterschriften: Schnappschuss der Entstehung mehrerer Protosterne in den Orion-Molekülwolken, wobei jeder einzelne mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array und dem Very Large Array näher betrachtet wird. Ein solches Bild bietet einzigartige Einblicke in den Prozess und die frühen Stadien der Sternentstehung sowie in den Einfluss der Mutterwolke, in der sie entstehen.
Bildnachweis: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), J. Tobin; NRAO/AUI/NSF, S. Dagnello; Herschel/ESA credit link

License: CC-BY-3.0 Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported icons


Das linke Bild zeigt fingerförmige Wolken mit hellen Rändern. Auf dem rechten Bild sehen wir Sterne, die durch diese Wolken hindurch scheinen

Die Säulen der Schöpfung im Vergleich

Bildunterschriften: Die "Säulen der Schöpfung" sind eine bekannte astronomische Erscheinung im Adlernebel im Sternbild Serpens. Die Abbildung zeigt einen direkten Vergleich zwischen Bildern des Hubble-Weltraumteleskops (HST) und des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST), die die Säulen, die einen Durchmesser von mehreren Lichtjahren haben, sowohl im sichtbaren Licht (auch bekannt als optisches Licht) als auch im Infrarotlicht zeigen. Auf der linken Seite sind die Säulen zu sehen, wie sie von Hubble im sichtbaren Licht gesehen wurden, aufgenommen im Jahr 2014. Es zeigt dunkle Säulen vor einem undurchsichtigen Hintergrund mit nur einer Handvoll sichtbarer Sterne. Das Gegenstück auf der rechten Seite ist die im Jahr 2022 veröffentlichte Nahinfrarotaufnahme von Webb, die den Staub durchdringt und zahlreiche Sterne unterschiedlicher Größe zeigt. Ihre Entfernung von der Erde beträgt etwa 6.500 bis 7.000 Lichtjahre. Innerhalb dieser Säulen bilden sich ständig neue Sterne, die von Astronomen eingehend untersucht werden. Sie bestehen größtenteils aus kühlem molekularem Wasserstoff und geringen Mengen an interstellarem Staub und werden durch die intensive ultraviolette Strahlung, die von nahen massereichen und neugeborenen Sternen ausgeht, erodiert - ein Prozess, der als Photoverdampfung bekannt ist.
Bildnachweis: NASA, ESA, CSA, STScI credit link

License: CC-BY-2.0 Creative Commons Namensnennung 2.0 Generic icons


Ein roter Gasfleck mit ein paar dunklen Blasen mit helleren Rändern und mehreren helleren Blasen und Filamenten

Herschels Blick auf neue Sterne und Molekülwolken

Bildunterschriften: Dieses Bild zeigt die Sternentstehungsgebiete Westerhout 3, 4 und 5. In diesem Gebiet gibt es große Mengen an Gas und Staub. Dieses Gas und der Staub verbergen die physikalischen Prozesse die in der Region ablaufen vor Untersuchungen mit sichtbarem Licht. Dieses Bild wurde vom Herschel Space Observatory im Infrarotlicht aufgenommen. Dank Infrarotlicht konnte Herschel tief in diese Sternentstehungsgebiete hineinsehen. In Westerhout 3, 4 und 5 sind riesige, kalte Wolken aus molekularem Wasserstoff zu dichten Knoten und Filamenten kollabiert. Innerhalb dieser neuen Strukturen ist das Gas so dicht und kalt, dass es in sich zusammenfallen und Sterne bilden kann. Diese neuen Sterne stoßen starke Winde aus geladenen Teilchen aus, die dem Sonnenwind unserer Sonne ähneln. Diese Winde haben sich zu gewaltigen Blasen in dem umgebenden Gas und Staub zusammengefügt. Sie sind als große, dunkle Hohlräume auf dem Bild zu sehen.
Bildnachweis: ESA/Herschel/NASA/JPL-Caltech; Danksagung: R. Hurt (JPL-Caltech) credit link

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