Loading...

Glossarbegriffe: Milchstraße

Description: Die Milchstraße ist die Galaxie, in der sich das Sonnensystem befindet. Sie enthält etwa 100-400 Milliarden Sterne. Das Sonnensystem befindet sich rund 26.600 Lichtjahre vom Zentrum der Milchstraße entfernt. Am Nachthimmel können wir die Milchstraße als zartes Band sehen, das sich über den Himmel erstreckt und dessen Zentrum im Sternbild Schütze liegt.

Die Milchstraße ist eine relativ große Balkenspiralgalaxie. Die meisten Sterne sind relativ gleichmäßig in der galaktischen Scheibe verteilt. Deren Durchmesser beträgt etwa 100.000 Lichtjahre und sie ist etwa 1000 Lichtjahre dick. Die galaktische Scheibe entstand vor 8-10 Milliarden Jahren.

Diese Scheibe ist von einem viel spärlicheren, kugelförmigen Halo aus Sternen umgeben, in dem sich auch Kugelsternhaufen befinden. Diese Kugelsternhaufen gehören mit einem Alter von etwa 12,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Objekten in der Galaxis. Neben den Sternen besteht die Milchstraße aus dem Gas und Staub des interstellaren Mediums und aus Dunkler Materie. Während das interstellare Medium (ISM) größtenteils auf die Scheibe beschränkt ist, erstreckt sich der umgebende Halo aus Dunkler Materie über viel größere Entfernungen als der stellare Halo.

Das Zentrum der Milchstraße beherbergt ein supermassereiches Schwarzes Loch, dessen Masse über vier Millionen Mal so groß ist wie die Masse der Sonne. Um das galaktische Zentrum herum befindet sich eine Wölbung (Bulge) aus meist älteren Sternen, die in eine Richtung verlängert ist und so einen Balken bildet.

Zugehörige Glossarbegriffe:



See this term in other languages

Term and definition status: The original definition of this term in English have been approved by a research astronomer and a teacher
The translation of this term and its definition is still awaiting approval

The OAE Multilingual Glossary is a project of the IAU Office of Astronomy for Education (OAE) in collaboration with the IAU Office of Astronomy Outreach (OAO). The terms and definitions were chosen, written and reviewed by a collective effort from the OAE, the OAE Centers and Nodes, the OAE National Astronomy Education Coordinators (NAECs) and other volunteers. You can find a full list of credits here. All glossary terms and their definitions are released under a Creative Commons CC BY-4.0 license and should be credited to "IAU OAE".

Zugehörige Medien


The Milky Way as a bright band over the horizon. The right of the image shows structure of light and dark patches in the band

Milky Way Arch over Lut Desert, Iran, by Amirreza Kamkar, Iran (Islamic Republic of)

Bildunterschriften: Second place in the 2021 IAU OAE Astrophotography Contest, category Wide star fields. This panoramic dawn image shows the majestic band of the Milky Way – our home Galaxy – made up of a few hundred billion stars, among other structures, most of which are not detectable by our eyes, or in some cases even directly with telescopes. The appearance of the band is because the Milky Way is a disc-shaped galaxy, and we (Earth/Solar System) are situated within the disc. Diverse cultures and traditions around the world each have their own name and cultural stories for the Milky Way. The dark regions visible in the Milky Way are large, dense, cool nebulae (clouds of dust and gas), which obscure the light from stars in the Milky Way. The Indigenous Australians associate stories with the dark patches of the Milky Way, one of the most prominent being the Emu in the Sky (called Tchingal in Wotjobaluk country). In and around the band of the Milky Way there are a vast range of star clusters, two familiar ones are M6 (Butterfly cluster) and M7 (Ptolemy’s cluster). The bright point just above the horizon is the planet Venus (known to the Boorong people of Indigenous Australia as Chargee Gnowee, elder sister of the Sun). Within the band of the Milky Way the brightest point in the image is the planet Jupiter (called Ginabongbearp, the Sulphur-crested white cockatoo by the Boorong). The planet Saturn is the bright point between Venus and Jupiter (closer to Venus than Jupiter). There are two constellations and one asterism that can be easily discerned in the image: Aquila, Scorpio (Maui’s Hook), and Teapot (asterism in Sagittarius). In this image, the center of the Milky Way at an approximate distance of 26,000 light years from Earth, is located roughly to the top right of the Teapot spout. The bright red-orange point to the right of Jupiter is the red supergiant star Antares and is part of the constellation Scorpio (known as Maui’s Hook in Māori and Polynesian cultures). This variation in the colour of stars is the result of temperature of the stars (lower temperature stars are redder, higher temperatures stars are bluer).
Bildnachweis: Amirreza Kamkar/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Zwischen zahllosen Sternen und Wolken, die sich im Wasser spiegeln, ragt der Gürtel des Orion über den Horizont

Sternbilder der Welt

Bildunterschriften: Dritter Platz beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Zeitraffer von Himmelsmustern. Dieses Video versucht, eine Vielzahl von Phänomenen des Nachthimmels an verschiedenen Orten - Island und China - zu zeigen, und ist wie ein Theaterstück gestaltet, in dem Mutter Natur selbst die Hauptrolle spielt. Es beginnt mit einem blauen Dämmerungshimmel, der sich verdunkelt und den sternenklaren Nachthimmel auf der Bühne zusammen mit irdischen Wolken über einer wunderschönen Landschaft enthüllt. Die beeindruckenden Teile der südlichen Milchstraße zwischen Scorpius und Crux, mit den Zeigersternen alpha und beta Centauri, ziehen majestätisch vorbei. Die irdischen Wolken verwischen die Sterne und lassen ihre Farben noch deutlicher erkennen. Der erste Akt zeigt den Sternhimmel in der menschlichen Kultur. In einer Szene sieht man die Plejaden über einem Hügel aufgehen, während ein Mensch mit einer Taschenlampe eilig nach unten läuft. Genau in dem Moment, in dem die Plejaden hinter dem Hügel aufgehen, trifft der Strahl der Taschenlampe die Kamera. Diese bemerkenswerte Szene hat einen gewissen Humor und verweist auf die kulturgeschichtliche Beziehung der Menschen zum Aufgang der Plejaden. Die nächste Szene zeigt den Großen Wagen (lat. Ursa Major) als typisches nördliches Sternbild mit einem Polarlichtbogen darunter. Die Aurora entwickelt sich und bewegt sich, ändert sich aber nicht grundlegend. In den nördlichen Kulturen der Menschen wurden Polarlichter oft als Geister der Vorfahren gedeutet, aber dieses Stück geht nicht auf den Glauben der Menschen ein, sondern verlagert den Blick in den folgenden Szenen nach Süden. Zunächst sehen wir einige Sterne, die kurz vor Sonnenaufgang aufgehen. Der Lichtkegel des Zodiakallichts erscheint in den Sternbildern Zwillinge und Stier und der Horizont wird heller. In der nächsten Szene, bei etwa 1 Minute und 13 Sekunden, sehen wir den Orion über dem Wasser untergehen, so dass die Wasseroberfläche die Himmelsszene spiegelt. Einige Wolken, die das Bild durchkreuzen, beweisen, dass die Videos tatsächlich auf unserem schönen Planeten aufgenommen wurden, und da Orions Schulter und Fuß fast gleichzeitig untergehen, muss diese Sequenz in der Nähe des Äquators aufgenommen worden sein. Dort sehen die hellen Sterne des Orion wie ein riesiger Schmetterling aus, wobei der Gürtel des Orion den Körper bildet und das Viereck aus vier hellen Sternen als Flügel interpretiert wird. Wie in einem richtigen Theater sehen wir nun einen Vorhang vor dem nächsten Akt des himmlischen Schauspiels: einen Polarlicht-Vorhang. Der nächste Akt zeigt mehrere helle Sterne am Original-Schauplatz: die chinesischen Sterngruppen des Schwanzes (des Blauen Drachens), des Getreidekorbs und der Südlichen Schöpfkelle, die in den modernen Sternbildern Skorpion und Schütze zu sehen sind. Die auffällige Form der Corona Borealis, die in vielen Kulturen auf der ganzen Welt als Sternbild anerkannt ist, wird ebenfalls gezeigt, ebenso wie einige Planeten, die Sterne Wega und Deneb mit angrenzenden Bereichen, Altair, die Milchstraße und die charakteristische W-Form der Kassiopeia, die für viele Kulturen auf der Erde ebenfalls ein Sternbild ist. Das Outro zeigt zwei weitere Szenen mit einem ruhigen und stillen Nachthimmel.
Bildnachweis: Stephanie Ye Ziyi/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße über dem Horizont und einer Landschaft mit Bäumen, Wasser und dem fernen Schein der Lichter einer Stadt

Fließender Nachthimmel

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Zeitraffer von Himmelsmustern. Dieser Zeitraffer wurde im August 2020 in der Slowakei aufgenommen. Teilweise wird in den einzelnen Sequenzen die relative Bewegung des Himmels zur Erdrotation festgehalten, so dass wir als Betrachter*innen eine andere Perspektive erleben. Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, ist während des gesamten Videos zu sehen. Die hellen Objekte in der Nähe der Milchstraße sind Jupiter und Saturn, die dicht beieinanderstehen, wobei Jupiter der hellere ist. Das Video zeigt auch das Treiben von Amateurastronom*innen, die mit ihren Teleskopen beobachten und den Nachthimmel fotografieren. Ein Aspekt der astronomischen Beobachtungskunst ist, dass Wolken plötzlich den ganzen Himmel bedecken können. Der Nebel entsteht meist durch die höhere Luftfeuchtigkeit nach dem Regen. Die meisten der Lichtspuren am Himmel stammen von Satelliten, aber einige von ihnen, die nur sehr kurz und unauffällig erscheinen, sind Sternschnuppen, denn das Video wurde um den Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms herum aufgenommen.
Bildnachweis: Robert Barsa/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße über einer Ansammlung von kleinen Teleskopkuppeln. Rechts zwei unscharfe Kleckse

Chilenische Nächte

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung beim IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb 2022, Kategorie Zeitraffervideos von Himmelsmustern. Dieses Zeitraffervideo wurde im Dezember 2020 aufgenommen und zeigt den Himmel von San Pedro de Atacama in Chile auf der Südhalbkugel. Gleich in der ersten Szene sehen wir unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke, zwei Begleitgalaxien, die die Milchstraße umkreisen. Im unteren Teil der Szene befinden sich die hellen Sterne Rigil Kentaurus und Hadar (die auch Bezeichnungen alpha und beta Centauri tragen), beide im Sternbild Centaurus. Ganz oben steht zudem das kleine Sternbild Crux, das Kreuz des Südens, das vom nördlichen Wendekreis nach Süden hin sichtbar ist. Es ist für die Navigation wichtig, da sein Längsbalken die Richtung des südlichen Himmelspols anzeigt. Der helle, weißliche Stern oben im Bild und rechts von der Milchstraße ist Canopus, einer der hellsten Sterne am Nachthimmel, der sich im Sternbild Carina befindet. Canopus ist der zweithellste Stern am Himmel, während Rigil Kentaurus der dritthellste ist. In den späteren Szenen erscheint der große Jäger Orion deutlich mit seinen hellen Sternen und dem charakteristischen Gürtel, der aus drei aneinandergereihten hellen Sternen besteht. Da die einzelnen Sequenzen dieses Videos von der Südhalbkugel der Erde aus aufgenommen wurden, scheint der griechische Held der Nordhalbkugel einen Kopfstand zu machen. Die Planeten Jupiter und Saturn sind in enger Konjunktion zu sehen und befinden sich zeitweise sogar im gut erkennbaren Lichtkegel des Zodiakallichts befinden, der am Horizont untergeht. In einigen Bildern blinken auch helle Meteore auf, einer davon mit einer langen und sich verändernden Spur. Das besonders helle Objekt, das hinter den Vulkanen der Anden aufsteigt und eindrucksvolle Schatten und Dämmerungsstrahlen erzeugt, ist der Mond. In der letzten Aufnahme sehen wir den Mond neben Saturn und Jupiter.
Bildnachweis: Robert Barsa/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße über über sieben wachenden Steinstatuen

Südsternhimmel

Bildunterschriften: Erster Platz beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Zeitraffer von Himmelsmustern. Dieses Zeitraffervideo ist eine Zusammenstellung mehrerer Sequenzen, die bei verschiedenen Gelegenheiten im Juni 2019 sowohl auf der Osterinsel als auch in der Atacama-Wüste in Chile aufgenommen wurden. Es beginnt auf eindrucksvolle Weise mit Wolken, die hinter den berühmten Statuen auf der Osterinsel aufzutauchen scheinen und sich direkt auf den Betrachter zu bewegen. Man bekommt den Eindruck, als würden die mächtigen Gottheiten Wolken schicken, um den Nachthimmel zu verdecken. In den nächsten Szenen sehen wir Landschaften mit einer beeindruckenden Milchstraße, die sich über uns dreht, aber dieser beruhigende Anblick wird immer wieder durch eilige Satelliten oder - in einer der Szenen - sogar durch Autolichter am Boden unterbrochen. Das veranschaulicht sowohl die Pracht des Himmels als auch die Störung der Natur durch den Einfluss des Menschen. Es folgt eine weitere Szene mit vorbeiziehenden Wolken, jetzt aber von links nach rechts. Die irdischen Wolken ziehen unter den Sternwolken der Milchstraße vorbei. Die letzte Szene zeigt eine Milchstraßenansicht, die wie ein herangezoomter Schwenk über ein Einzelbild aussieht. Dies zeigt einmal mehr, wie ungewohnt es für uns ist, die Stille und Ruhe der Natur zu erleben.
Bildnachweis: Jianfeng Dai/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Das Kreuz des Südens bildet eine Rautenform vor den gesprenkelten hellen und dunklen Flecken der Milchstraße.

Cen-Lup-Cru-Panorama: Der Zentaur trägt die Bestie entlang der Milchstraße

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild wurde im Februar 2020 in der Region Coquimbo an der Nordküste von Chile aufgenommen - einem der besten Plätze auf der Erde für astronomische Beobachtungen, dank des klaren Himmels abseits der Lichtverschmutzung und kaum Niederschlägen in der Nähe der Atacama-Wüste, einem der trockensten Orte auf unserem Planeten. Es ist kein Zufall, dass sich hier viele der modernsten professionellen Observatorien befinden. Das Bild zeigt auffällige Muster am Himmel, die von südlichen Breitengraden aus zu sehen sind und die für verschiedene indigene Gruppen der Südhalbkugel der Erde von großer kultureller Bedeutung sind. Im unteren Teil des Bildes rechts ist das Kreuz des Südens (lat. Crux) zu sehen. Der orangefarbene Stern an der Spitze des Kreuzes des Südens wird Gacrux (gamma Crucis) genannt. Die Menschen in Chile feiern den Winteranfang Anfang Mai, wenn das Sternbild Crux hoch am Himmel steht; für sie ist es ein Symbol für den Beginn der kalten Jahreszeit. Für das Fest des Cruz de Mayo (Großes Kreuz) stellen sie in ihren Dörfern Kerzen neben Kreuzen auf, wenn das Sternbild Crux hoch am Himmel steht. Wie im Christentum symbolisieren die vier Endpunkte (Sterne) des Kreuzes hierbei die Kardinaltugenden. Für einige chilenische Ureinwohner stehen sie aber auch für die grundlegenden kulturellen Prinzipien Kraft, Gegenseitigkeit, Weisheit und Spiritualität. Im Gegensatz zu modernen Sternbildern, die aus mehreren Sternen zusammengesetzt sind, verbinden indigene Völker manchmal Geschichten mit einzelnen Sternen. Im Fall des Kreuzes des Südens zum Beispiel bezeichnen die Völker der Boorong, Djab Wurrung und Jardwadjali in Australien den Stern Gacrux als Bunya (der Ringelschwanzbeutler). Links vom Kreuz des Südens befinden sich zwei helle Sterne, die als Zeigersterne bezeichnet werden (da sie auf das Kreuz des Südens zeigen). Die Djab Wurrung und Jardwadjali identifizieren die Zeigersterne mit den Bram-Bram-Bult-Brüdern, die den Riesen-Emu Tchingal jagten und töteten. Alpha Centauri, der hellere und weißlichere der beiden Zeigersterne, ist der sonnennächste Stern, den wir mit unseren Augen sehen können, und nur etwas mehr als vier Lichtjahre entfernt. Unten links vom Kreuz des Südens befindet sich ein dunkler Nebel, den die australischen Ureinwohner als den Kopf des Emu Tchnigal (den Kohlensack) betrachten. Die Zeiger befinden sich auf dem Hals des Emu. Das Bild zeigt auch zwei andere IAU-Sternbilder, Centaurus (der Zentaur) und Lupus (der Wolf), sowie HII-Regionen des Eta-Carinae-Nebels (in rosa).
Bildnachweis: Uwe Reichert/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße geteilt durch ein dunkles Band mit mehreren hellen Objekten links und rechts über Bäumen mit dicken Stämmen.

Milchstraße über der Baobaballee

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild, das im Juli 2017 von der Baobaballee in Morondava in Madagaskar aus aufgenommen wurde, zeigt das majestätische Band unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, umgeben von einer Vielzahl von Sternbildern und Asterismen: das Kreuz des Südens (lat. Crux), der Zentaur (lat. Centaurus), der Skorpion (lat. Scorpius), der Schütze (lat. Sagittarius) und den Asterismus des Teekessels. Links unten im Bild sind das Kreuz des Südens und die Zeigersterne alpha (der hellere der beiden) und beta Centauri zu sehen, die helfen, es von ähnlich aussehenden Konfigurationen zu unterscheiden. Einige Kulturen in Afrika assoziieren das Kreuz des Südens mit einer Giraffe, während andere das Sternbild mit einem Löwenrudel oder sogar mit dem Baum des Lebens in Verbindung bringen. Antares, der hellste Stern im Sternbild Skorpion, ist der orange-rote Stern direkt über dem mittleren Affenbrotbaum. Für das Volk der Pokomo aus dem südwestlichen Kenia in Afrika wird die Milchstraße mit dem Rauch eines Lagerfeuers assoziiert, das von alten Menschen entzündet wurde. Die verschiedenen Völker Südafrikas haben dagegen unterschiedliche Sternengeschichten: Die Khoikhoi aus der Region um Kapstadt erklären die Farben der roten und weißen Sterne mit roten und weißen Wurzeln, die auf einem Feuer geröstet und zusammen mit der Asche des Feuers in den Himmel geworfen wurden. Die weiter östlich lebenden Xhosa halten die Milchstraße für die aufgerichteten Nackenhaare eines riesigen wütenden Hundes, während die Zulu aus der Nähe von Johannesburg sie als einen Speer-Angriff ihrer stärksten Krieger interpretieren. Die polynesischen Völker, die geschickte Seefahrer und Navigatoren waren, sehen das Sternbild Skorpion als Fischhaken und bezeichnen es als den Fischhaken des Halbgottes Maui. Für die Djab Wurrung und die Jardwadjali ist das Kreuz des Südens Teil einer Traumzeitgeschichte, in der es um Tchingal, die Bram-Bram-Bult-Brüder (die Zeigersterne), ihre Mutter Druk (delta Crucis) und Bunya geht, den Jäger, der sich in ein Opossum verwandelt (Gacrux, der rote Stern an der Spitze des Kreuzes des Südens). Dieses Bild zeigt auch die Planeten Saturn (der helle Punkt über Antares) und Jupiter (der helle Punkt unten rechts im Bild in der Nähe des Affenbrotbaumstamms). Bei indigenen Kulturen gibt es verschiedene Geschichten zu den Planeten, z. B. assoziieren die Kamilaroi und Wailan den Saturn mit Wunygal, einem kleinen Vogel. Das Volk der Boorong in West-Victoria assoziiert Jupiter mit Ginabongbearp, dem Häuptling der alten Geister (Nurrumbunguttias), der die totemistische Form des weißen Gelbhaubenkakadus annimmt.
Bildnachweis: Amirreza Kamkar/IAU OAU

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße mit dem galaktischen Zentrum erhebt sich über einer Brücke an einer Steilküste.

In Fahrt

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild zeigt die Milchstraße im Mai 2021 über der historischen Bixby-Brücke in Big Sur, einer Gebirgsregion in Kalifornien in den USA. Der Stern direkt über dem Ufer ist Antares, ein roter Überriese im Herzen des Skorpions. Zu seiner Linken scheinen die Wolken der Milchstraße aus demselben Punkt des Horizonts hervorzugehen wie die felsige Landmasse. Oberhalb der Felsen und unterhalb der Milchstraße befindet sich im linken Viertel des Bildes ein weiterer heller Stern, Altair, der helle Stern im Sternbild Adler (lat. Aquila). Der Skorpion gilt als gefährliches Tier, weshalb in alten babylonischen Geschichten, wie in der Gilgamesch-Sage Skorpion-Männer (Mensch-Skorpion-Hybriden) das Tor zur Unterwelt bewachten. Der Adler hingegen erscheint in der babylonischen Sage von König Etana, der von einem Adler in den Himmel getragen wurde und die Welt beschreibt, die er mit zunehmender Entfernung unter sich sieht. Beide Helden, Gilgamesch und Etana, sind auf der Suche nach dem "Kraut des Lebens", aber der eine auf dem Weg abwärts, der andere aufwärts reist. Gilgamesch will seinen toten Freund Enkidu zurückholen und selbst unsterblich werden, während Etana das Kraut sucht, damit seine Frau schwanger werden kann. Der Skorpion und der Adler sind die Tiere, die die beiden Helden bei ihrer letztlich erfolglosen Suche unterstützen. Gilgamesch hat schließlich gelernt, dass Menschen nur durch gute Taten für die Menschheit unsterblich werden können. Der Adler war auch in der griechischen Kultur bekannt, aber erst in der römischen Zeit wurde er zum Boten einer toten Seele, der sie zu den ewigen Sternen brachte. Zu dieser Zeit schuf Ptolemäus ein Sternbild, um die Seele des Antinoos unter dem klassischen Adler darzustellen. Der junge Freund und Berater des römischen Kaisers Hadrian ertrank im Nil nur sieben Jahre vor der Fertigstellung des Almagest im Nil, woraufhin für das ganze römische Reich Staatstrauer galt. Die Milchstraße wird in vielen Kulturen als "Weg der Seelen" angesehen, in der babylonischen Kultur war dies aber nicht der Fall. In der griechisch-römischen Philosophie haben die hellen weißen Teile der Milchstraße zwischen Antares und Altair, am Schnittpunkt der Milchstraße und dem Tierkreis dennoch eine Bedeutung: Platon, Macrobius und andere Philosophen bezeichnen ihn als "das X am Himmel", und das zweite Himmelstor (das erste ist das Tor, das von den Hyaden und Plejaden gebildet wird). Diese himmlischen Pfade und Tore über einer gigantischen Brücke in der Landschaft an einem Ort, wo zudem Land und Wasser aufeinandertreffen, ergeben ein unglaublich spannungsgeladenes Bild. Hinzu kommt, dass die dunklen Wolken in der Milchstraße eine der beiden großen dunklen Himmelsmuster der Krokodile bilden, wie sie von einigen Völkern im Süden Australiens interpretiert werden.
Bildnachweis: Marcin Zajac/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße als Bogen über afrikanischem Grasland. Ihr diffuses Leuchten wird von dunklen Flecken unterbrochen.

Das Band der Milchstraße über dem Amboseli-Nationalpark

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild wurde im Juli 2016 im Amboseli-Nationalpark in Kenia aufgenommen, der sich in der Nähe des Äquators befindet. In der ägyptischen Mythologie aus dem Norden Afrikas wurde die Milchstraße mit einem Fluss assoziiert, den Götter und Seelen befahren. Die Zulu in Südafrika interpretieren dieses Muster aus Dunkelwolken und hellen Sternansammlungen als ein Tier mit schwarzer und weißer Haut, während die südafrikanischen Khoikhoi und San sie als "die Straße der Sterne" betrachten. In mehreren südafrikanischen Kulturen ist das Band der Milchstraße ein von einer Muttergöttin geformter Weg zum Himmel, so ein südafrikanischer Schöpfungsmythos, der im 19. Jahrhundert von der frühen ethnologischen Forschung aufgegriffen wurde, heute aber verschwunden ist. Rechts oberhalb der Bildmitte befindet sich der helle rötliche Stern Antares im modernen Sternbild des Skorpions und am linken Bildrand der weißblaue Stern Wega, der bei den Völkern um Kapstadt als männlicher Steinbock gilt. Die australischen Ureinwohner haben viele Namen für die Milchstraße. Das Volk der Yolnu im Arnhemland im australischen Northern Territory bezeichnet die Milchstraße als Milnguya, den Himmelsfluss. Eines der auffälligen Muster in diesem Bild ist mit dem Kontrast zwischen den hellen und dunklen Regionen der Milchstraße verbunden. Diese dunklen Regionen sind kühle, dichte Wolken aus interstellarem Staub und Gas, die das Licht der dahinterliegenden Sterne verdunkeln. Eines der auffälligen Muster ist das des himmlischen Emus, das von mehreren indigenen Völkern Südaustraliens Tchingal genannt wird. Der Kopf und der Schnabel des Emus (die Kohlensack genannte Dunkelwolke) befinden sich links vom Kreuz des Südens (ganz unten rechts im Bild), und der Körper und die Beine erstrecken sich von dort aus nach links. Andere indigene Gruppen assoziieren die dunklen Regionen mit Höhlen oder Wasserwegen. Die Ausrichtung des Emus im Laufe des Jahres gibt wichtige Hinweise darauf, wann es Zeit ist, Emu-Eier zu sammeln und wann die Küken schlüpfen. In manchen Monaten, wenn diese Wolken der Milchstraße nahe am Horizont stehen, werden sie gar nicht als Emu, sondern als zwei kriechende Krokodile angesehen. Die moderne Figur des ebenfalls dunklen Pfeifennebels steht über dem Zentrum der Milchstraße. Der Rauch dieser Pfeife erreicht die farbenfrohe Region rho Ophiuchi neben Antares im Skorpion, dem orange-roten Stern direkt über der Milchstraße. Antares wird vom Volk der Boorong als Djuit (der Singsittich) bezeichnet, während das Volk der Kokatha in der westlichen Wüste Antares als Kogolongo (der Rotschwanz-Rabenkakadu) bezeichnet. Darüber hinaus sind einige markante Sternbilder zu sehen: der Schwan (lat. Cygnus), der Adler (lat. Aquila), die Leier (lat. Lyra), der Skorpion (lat. Scorpius), der Schütze (lat. Sagittarius), das Kreuz des Südens (lat. Crux) und der Zentaur (lat. Centaurus). Die Zeigersterne alpha und beta Centauri werden in einigen südafrikanischen Traditionen gelegentlich als die Augen der Bestie interpretiert.
Bildnachweis: Amirreza Kamkar/IAU OAU

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße als geschwungenes Band über einer Straße. Unten links bilden zwei helle Sterne eine Linie

Die hellsten Sterne am Himmel

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses im März 2016 in Bromo-Tengger-Semeru auf der Insel Java in Indonesien aufgenommene Bild zeigt den Bogen der Milchstraße und viele markante Sternbilder mit einigen der hellsten Sterne am Nachthimmel. In der unteren linken Ecke befinden sich im ausgedehnten Sternbild Zentaur (lat. Centaurus) die beiden hellen Sterne Rigil Kentaurus und Hadar, der eine weiter unten, der andere weiter oben. Als Zeiger zeigen sie auf das Kreuz des Südens (lat. Crux), dessen lange Achse auf den Südpol zeigt, der sich ungefähr am Horizont befindet, weil Java fast am Äquator liegt. Das Kreuz des Südens ist fast vollständig von Wolken verdeckt, so dass nur die vier hellen Sterne auf dem Foto zu sehen sind. Verwirrenderweise ist der Asterismus des Falschen Kreuzes (bestehend aus Sternen im Schiff Argo) etwas weiter oben in der Milchstraße deutlich zu erkennen. Der rosafarbene Fleck zwischen dem echten und dem falschen Kreuz ist der Carinanebel, der sich etwa 8500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Schiffskiel (lat. Carina) befindet und für das bloße Auge unsichtbar ist. Im Schiffskiel befindet sich auch Canopus, der zweithellste Stern am Nachthimmel, der direkt unterhalb der Milchstraße und oberhalb der Straße am Boden zu sehen ist. Noch heller ist Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel. Sirius liegt im Sternbild Großer Hund (lat. Canis Major), einem der Hunde, die dem Himmelsjäger Orion folgen, der in der rechten Hälfte dieses Bildes knapp über den Wolken am Horizont zu sehen ist. Der aus drei hellen Sternen bestehende Gürtel des Orion zeigt auf Sirius oben links und auf Aldebaran unten rechts, knapp über dem Horizont. Orion enthält einige der hellsten Sterne am Himmel und ist mit Rigel, dem hellen bläulichen Stern unterhalb der Milchstraße rechts, und Beteigeuze, dem hellen rötlichen Stern rechts oberhalb von Rigel, auch das farbenprächtigste Sternbild. Dazwischen befinden sich die drei Sterne, die den Gürtel des Orion bilden, ein bekannter Asterismus. Direkt neben dem Gürtel befindet sich der Große Orionnebel, ein Sternentstehungsgebiet, dessen helles Zentrum mit bloßem Auge und auch auf diesem Bild sichtbar ist. Oberhalb von Beteigeuze, aber auf der gegenüberliegenden Seite der Milchstraße, sehen wir den hellen Stern Procyon, dessen Name wörtlich "Vor dem Hund" bedeutet. In der Mythologie wird er oft als winziger Hunde-Asterismus aus einem Stern in Begleitung des Orion betrachtet, der sich in das moderne Sternbild Kleiner Hund (lat. Canis Minor) verwandelt hat. In der oberen rechten Ecke ist der Sternhaufen der Praesepe im Sternbild Krebs gut zu erkennen. Darunter befindet sich das Sternbild Zwillinge mit den Sternen Castor und Pollux, die auf diesem Bild nicht zu sehen sind. Im Gegensatz dazu leuchtet der helle weiße Stern Capella im Sternbild Fuhrmann (lat. Auriga) durch die Wolken am mittleren rechten Bildrand. Entlang der Straße ist etwas Lichtverschmutzung zu erkennen.
Bildnachweis: Giorgia Hofer/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Eine Ganzhimmelsaufnahme, die die Milchstraße als einen diffusen Lichtstrom zeigt

Die Milchstraße im Zenit

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Diese All-Sky-Aufnahme vom Mai 2019 zeigt unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, beim Überqueren des Zenits, also des Punkts direkt über dem Betrachter oder der Betrachterin in Nagano in Japan. Solche Bilder des gesamten Himmels können entweder mit einem Fischaugenobjektiv oder mit einem konvexen Spiegel auf dem Boden aufgenommen werden, wobei in letzterem Fall auch der Fotograf oder die Fotografin sichtbar wäre. Einige der hellsten Sterne am Nachthimmel sind auf diesem Bild zu sehen, ebenso wie zwei der großen Gasplaneten unseres Sonnensystems: Jupiter, der hellste Punkt im unteren Teil des Bildes, und Saturn, ein weiterer heller Punkt auf der gegenüberliegenden Seite der Galaxis, ganz unten und in der Nähe des Horizonts. Direkt rechts von der Milchstraße und unterhalb von Jupiter können wir den hellen rötlichen Stern Antares erkennen, den Hauptstern des japanischen Asterismus des Herzens. Japanische Sternbilder leiten sich von alten chinesischen Sternbildern ab, die mit nur geringen oder gar keinen Änderungen übernommen wurden. In dieser Tradition ist "Das Herz" das Herz des "Blauen Drachens", eines großen Sternbilds, das den Frühling darstellt. In der babylonischen und griechisch-römischen Tradition gilt dieser Bereich als das Herz des Skorpions. In der babylonischen Religion wird der Stern mit Lisi, dem Kind der Muttergöttin, in Verbindung gebracht, während er in der griechischen Mythologie aufgrund seiner Farbe mit dem Planeten Mars in Verbindung gebracht wird. Die rötliche Farbe hat dem Stern auch den chinesischen Namen "Feuerstern" eingebracht. Wir wissen, dass diese Farbe auf seine relativ kühle Temperatur zurückzuführen ist. Wenn wir von Antares nach rechts im Bild gehen, finden wir die nördlicheren Teile des Himmels. Der helle Stern unten rechts im Bild, in der Nähe des Horizonts, ist Arktur, der sich im modernen Sternbild Bootes befindet. Während Antares und seine Umgebung als das Herz des Blauen Drachens gelten, sind Arktur und Spica (unter dem Horizont) zwei Einzelsterne, die sein riesiges Horn bilden. Wenn man von oben auf ihn zeigt, kann man am rechten Rand des Horizonts den Griff des Großen Wagens oder Pflugs sehen, der zum Sternbild der Großen Bärin (lat. Ursa Major) gehört. Der helle Punkt rechts von der Milchstraße und knapp über der Bildmitte ist die Wega, die im modernen Sternbild Leier (lat. Lyra) liegt. Zieht man eine Linie nach links unten auf die andere Seite der Milchstraße, trifft man auf Altair im Sternbild Adler (lat. Aquila). Von diesem Punkt aus können wir eine weitere Linie zu Deneb ziehen, dem hellsten Stern im Sternbild Schwan, der ebenfalls etwas höher im Bild liegt und vollständig von der Milchstraße überflutet wird. Diese drei hellen Sterne bilden einen Asterismus, der auf der Nordhalbkugel als Sommerdreieck bekannt ist.
Bildnachweis: Ohnishi Kouji/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Unter dem Band der Milchstraße befinden sich der sanduhrförmige Orion und die hellen Sternhaufen der Plejaden.

Warme Winternacht über Spiš

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild, das im Januar 2022 in der Slowakei aufgenommen wurde, zeigt Teile der Milchstraße und eine große Vielfalt an Sternbildern. Die Sommersternbilder der Nordhalbkugel stehen unten rechts tief über dem Horizont. Die hellen Sterne des Schwans (lat. Cygnus) und der Leier (lat. Lyra) leuchten durch das künstliche Licht am Horizont. Die zahlreichen nördlichen Winter- und Herbststernbilder mit ihren vielen hellen Sternen sind mit verschiedenen kulturellen Geschichten verbunden. Für die Lakota in Nordamerika stellt der Gürtel des Sternbilds Orion die Wirbelsäule eines Bisons dar ("Tayamnicankh"). Orion, der Jäger der griechischen Mythologie, wird manchmal nachgesagt, den Sieben Schwestern (die Plejaden) nachzustellen. Die Araber wandelten diese Sichtweise ab, indem sie den Verfolger der Plejaden als einen Stern und nicht als ganzes Sternbild betrachteten. Aldebaran, der Stern im rechten Auge des Stiers (lat. Taurus), entstammt dieser Interpretation, denn der Name Aldebaran leitet sich von al-dabaran (der Verfolger) ab. Unten rechts am Horizont sehen wir den milchigen Lichtkegel des Zodiakalllichts, der sich vom Sternbild Fische (lat. Pisces) über den Widder (lat. Aries) bis fast zu den Plejaden erstreckt und den Weg der Planeten und des Mondes in diesem Gebiet anzeigt. Die Plejaden und die Hyaden bilden zusammen ein Tor auf diesem Weg, an dem die Himmelskörper gelegentlich vorbeikommen, bevor sie in die Milchstraße eintreten. Im alten Babylon galten die Planeten als Schafe, und das moderne Sternbild Orion galt als der "Wahre Hirte" des Himmels, dessen Hirtenstab bis zur Ekliptik reicht. In der römischen Tradition wird der helle weiße Stern über den Plejaden und der Milchstraße Capella (die Ziege) genannt, was auf ein ägyptisches Sternbild in dieser Gegend zurückgeht. Über der Baumkrone in der rechten Bildmitte sehen wir das Herbstviereck, die Andromedagalaxie und das W-förmige Muster der Kassiopeia. Links von dieser Gruppe, im zentralen Teil der sichtbaren Milchstraße, befindet sich das Sternbild Perseus. Cepheus im dunklen Bereich über der Kassiopeia vervollständigt die Himmelsfamilie. Die Andromeda-Sage ist eine griechische Geschichte aus der Region, in der das heutige Israel liegt, und hat ihre Wurzeln in syrischen Traditionen. An der Position der Andromeda am Himmel stand bei den alten Babyloniern die Göttin der sexuellen Liebe und bei den Syrern die Göttin der Fruchtbarkeit. Der Sage nach wurde Andromeda an einen Felsen an der Küste von Jaffa (Tel Aviv) gekettet, um ihr Land vor einem Seeungeheuer zu schützen. Der Name des Helden, der sie rettete, ist Perseus, was wahrscheinlich "aus Persien" (dem heutigen Iran) bedeutet. Im Tal sind die Lichter der Städte zu sehen. Das gelbe Licht über dem Horizont deutet auf größere Städte hin, die sich durch ihre Lichtverschmutzung verraten.
Bildnachweis: Robert Barsa/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Mehrere Sternwartenkuppeln auf einer Bergkette mit der sich wölbenden Milchstraße im Hintergrund.

Teide-Observatorium

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses im Mai 2022 im Teide-Nationalpark auf Teneriffa in Spanien aufgenommene Bild zeigt das Band der Milchstraße, das begleitet von markanten Sternbildern über den professionellen Teleskopen auf den Bergen der Insel den Himmel durchquert. Während die Teleskope und die Menschen, die mit ihnen arbeiten, die Sternbilder vielleicht ignorieren, ist es dem Fotografen gelungen, die Milchstraße so einzufangen, dass sie fast der Form des Bergkamms entspricht. Der helle Stern oben links im Bild ist Wega im kleinen Sternbild Leier (lat. Lyra), einer der hellsten Sterne am Nachthimmel. Da die Wega ein weißer Stern ist, verwenden Astronom*innen sie als Standardstern zur Definition der Farbskala. Sie ist mit einer Entfernung von nur 25 Lichtjahren auch ein relativ naher Stern und hat einen vergleichsweise einfachen Namen. Deshalb taucht sie häufig in moderner Science Fiction auf, zum Beispiel in Carl Sagans berühmtem Roman "Contact", der 1997 mit Jodie Foster in der Rolle der Radioastronomin Ellie Arroway verfilmt wurde. Der helle Stern unterhalb der Milchstraße in der linken Bildhälfte ist Altair im Sternbild Adler (lat. Aquila), ebenfalls einer der hellsten Sterne am Nachthimmel. Zusammen mit Deneb - einem Stern im Sternbild Schwan (lat. Cygnus), der auf diesem Bild nicht zu sehen ist - bilden Altair und Wega das Sommerdreieck, ein charakteristischer Asterismus auf der Nordhalbkugel, wo sich auch diese Teleskope befinden. Auf der rechten Seite des Bildes befindet sich das Sternbild Skorpion (lat. Scorpius), das leicht an seinem hellsten Stern Antares, dem rötlichen Stern im Herzen des Skorpions, zu erkennen ist. Darunter befinden sich der gesamte Körper und der Schwanz des Skorpions, darüber wird der Kopf des Skorpions durch drei helle bläuliche Sterne dargestellt. Unterhalb des Schwanzes und oberhalb des Horizonts ist das Sternbild Altar (lat. Ara) halb sichtbar, aber wie alle Sterne des Schützen (lat. Sagittarius) in der Milchstraße und die viel schwächeren des Herkules und des Schlangenträgers (lat. Ophiuchus) darüber, sind diese Sternbilder auf einem Foto voller Sterne wie diesem schwieriger zu erkennen. Der Kopf des Schlangenträgers ist der relativ helle Stern in der Mitte zwischen Wega und Antares. Abgesehen von der enormen Größe dieses Sternbilds ist es auch deshalb wichtig, weil es das dreizehnte Sternbild des Tierkreises ist und sich die Sonne etwa drei Wochen darin aufhält, nachdem sie nur fünf Tage im Skorpion verbracht hat. Außerdem ist der Schlangenträger das Vorbild für den mythologischen besten Arzt der Welt, der im Griechischen Asklepios und im Lateinischen Äskulap genannt wird. Das Sternbild würdigt alle Menschen, die in medizinischen Berufen arbeiten, einschließlich Krankenpfleger*innen, Apotheker*innen und Ärzt*innen.
Bildnachweis: Curd-Christian Tengeler/IAU OAU

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Hinter einer zerklüfteten, bewaldeten Landschaft erscheint die Milchstraße als zwei gelblich-braune Lichtströme

An der Küste Oregons

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung im IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild zeigt unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, in einer Aufnahme vom Juli 2021 über Oregon in den USA. Es handelt sich offensichtlich um ein Kompositbild, da sich die Sterne nicht im Wasser spiegeln. Dennoch ist es sehr schön zusammengestellt, um eine Ähnlichkeit zwischen dem strömenden Wasser auf der Erde und dem (gespiegelten) Strom der Sterne am Himmel zu suggerieren. Die Milchstraße dominiert eindeutig den Himmel in diesem Bild. Als auffälliges Merkmal am Himmel steht die Milchstraße mit den Religionen und Mythologien vieler Kulturen in Verbindung. Die bekannteste Assoziation aus der griechischen Folklore "erklärt" sie als einen Strom göttlicher Milch der mächtigen Göttin Hera, deren Gatte, der Gott Zeus, sich häufig danebenbenahm (wie auch im Vorfeld des Unfalls, der zur Entstehung der Milchstraße führte). Unter griechischen Denkern galt die Milchstraße als Pfad der Seelen, während die antike griechische Wissenschaft eine Reihe von Erklärungen vorschlug, die sich allesamt als falsch erwiesen. Die Ojibwe in Nordamerika, die östlich von Oregon leben, wo dieses Foto aufgenommen wurde, betrachten die Milchstraße ebenfalls als einen Weg für Geister und einen Fluss der Seelen. Betrachtet man den Vordergrund des Bildes, wird dieser Glaube noch verständlicher: Es sieht so aus, als ob die Flüsse der Erde und des Himmels am Horizont zusammenfließen. Die auffällige Struktur oberhalb der Bildmitte ist eine Dunkelwolke in der Milchstraße, die als Pfeifennebel bezeichnet wird. Der Rauch dieser Pfeife zieht nach rechts und endet fast in einer Baumkrone, wo wir den orangefarbenen Stern Antares im Herzen des Skorpions finden. In der Mitte des Bildes, unterhalb der Pfeife, befindet sich ein großer dunkler Bereich in der Milchstraße mit zwei auffälligen roten Flecken. Bei diesen Flecken handelt es sich um Wasserstoffwolken, die als Katzenpfoten- und Lagunennebel bezeichnet werden, aber auf diesem Bild sehen sie aus wie die roten Augen des großen Manitou, des Großen Geistes der Irokesen. Das Sternbild Schütze ist in diesem Bereich nicht zu erkennen, da das Bild der Milchstraße stark bearbeitet wurde, um die dunklen Merkmale darzustellen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.
Bildnachweis: Marcin Zajac/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße über einer wolkenverhangenen Landschaft. Auf der linken Seite des Bildes ist ein Dreieck aus hellen Objekten.

Äquatoriale Milchstraße

Bildunterschriften: Lobende Erwähnung im IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild wurde im März 2016 im Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark auf der Insel Java in Indonesien aufgenommen und zeigt Regionen der südlichen Milchstraße und am linken Bildrand die beiden Planeten Mars und Saturn. Mars erscheint orange und ähnelt in seiner Farbe dem Stern Antares, dessen griechischer Name – Gegen-Mars – darauf verweist. Saturn ist etwas schwächer als Mars, aber deutlich sichtbar zwischen den Sternen des Schlangenträgers (lat. Ophiuchus) oberhalb des Pfeifennebels und bildet mit Mars und Antares ein gleichschenkliges Dreieck. Mars ist der obere helle Punkt und Saturn befindet sich senkrecht darunter. Beide Planeten sind mit bloßem Auge sichtbar und haben in vielen Kulturen der Welt eine große Bedeutung. In der römischen Mythologie ist Mars der Gott des Krieges und der Fruchtbarkeit und Saturn der Gott der Aussaat und des Ackerbaus. Sein griechisches Pendant, der Gott Kronos, gilt zusätzlich als Herr der Vollendung. Die australischen Ureinwohner, darunter die Kamilaroi und die Wailan, assoziieren Saturn mit "wunygal", einem kleinen Vogel. Das Volk der Anmatyerre in der Zentralwüste nennt Mars Iherm-penh (etwas, das in Flammen aufgeht), während das Volk der Kokatha in der westlichen Wüste Mars und den Stern Antares mit dem schwarzen Rotschwanz-Rabenkakadu (Kogolongo) assoziiert. In der Mitte des Bildes sind die bekanntesten Sternbilder des Südhimmels deutlich zu erkennen: das Kreuz des Südens (lat. Crux), die Zeigersterne alpha und beta Centauri, der dunkle Kohlensack und der rötliche Carinanebel, der mit bloßem Auge nicht sichtbar, aber auf modernen Himmelsaufnahmen deutlich zu sehen ist. Im 19. Jahrhundert war der Stern eta Carinae für einige Zeit der zweithellste Stern am Himmel, aber da seine Helligkeit unregelmäßig schwankt, war er in den letzten Jahrzehnten kaum noch zu erkennen, und seine künftige Sichtbarkeit ist unvorhersehbar. Das südliche Dreieck (lat. Triangulum Australe) befindet sich zwischen den Zeigersternen und dem Skorpion, und im Sternbild Zentaur (lat. Centaurus) ist der helle Kugelsternhaufen omega Centauri deutlich zu erkennen. Er galt seit der Antike als "nebeliger Stern" und war daher mindestens 2000 Jahre lang in Sternkatalogen verzeichnet. Erst im letzten Jahrhundert entdeckten Astronom*innen, dass sich Kugelsternhaufen im Halo unserer Galaxie befinden und dass dieser aus etwa 10 Millionen Sternen besteht. Die dunklen Regionen in der Milchstraße, bei denen es sich um kühle, dichte Wolken aus Staub und Gas handelt, bilden den Kopf und den Körper des Himmelsemu Tchingal. Zusammen mit dem Kreuz des Südens und den Zeigersternen tauchen sie in den Traumzeitgeschichten vieler australischer Ureinwohner auf. Eine Geschichte, die mit den Djab Wurrung und den Jardwadjali in Verbindung gebracht wird, ist Teil einer Traumzeitgeschichte, in der es um Tchingal, die Bram-Bram-Bult-Brüder (die Zeigersterne), ihre Mutter Druk (delta Crucis) und den Jäger Bunya geht, der in ein Opossum (Gacrux, der rote Stern an der Spitze des Kreuz des Südens) verwandelt wird.
Bildnachweis: Giorgia Hofer/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Das diffuse Leuchten der Milchstraße als Bogen mit dunklen Flecken über einer Gebirgskette, die aus den Wolken hervorschaut.

Das Band der Milchstraße über La Palma

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild, das das majestätische Band der Milchstraße und eine Reihe von kulturell bedeutsamen Mustern am Himmel zeigt, wurde im Mai 2022 aus großer Höhe vom Observatorium auf dem Roque de los Muchachos auf der Kanareninsel La Palma aufgenommen, von dem aus man die tiefer liegenden Wolken sehen kann. Zu den markanten Sternbildern gehören Skorpion (lat. Scorpius), Schütze (lat. Sagittarius), Leier (lat. Lyra), Schwan (lat. Cygnus), Adler (lat. Aquila), sowie die Asterismen des Sommerdreiecks und der Teekanne. Da die Kanarischen Inseln einst ein Ausgangspunkt für die europäischen Seefahrer waren, um die Welt zu erkunden, nutzen wir diesen Ort, um auf die vielen einheimischen Kulturen hinzuweisen, denen sie begegneten. Vor allem die dunklen Strukturen innerhalb des Bandes der Milchstraße sind für viele indigene Kulturen auf der ganzen Welt von Bedeutung. Bei diesen Mustern handelt es sich in Wirklichkeit um dichte, kühle Gas- und Staubwolken, die das Licht der Sterne dahinter verdunkeln. Indigene Völker sehen darin Höhlen, Wasserwege und verschiedene andere Muster, die mit den dunklen Regionen der Milchstraße verbunden sind. Die Sternbilder und Muster haben für die verschiedenen Völker verschiedene kulturelle Bedeutungen und werden unterschiedlich interpretiert. So wird das Sternbild Skorpion von den Polynesiern als der Fischhaken des Halbgottes Maui bezeichnet. Das Volk der Yolnu im Arnhemland assoziiert den Skorpion hingegen mit einem Krokodil namens Ingalpir. Einige australische Ureinwohner assoziieren Geschichten mit einzelnen Sternen innerhalb des Skorpions, vor allem mit Antares, dem orange-roten Stern oben rechts im Bild über dem Band der Milchstraße. Neben dem Skorpion und über dem hellen Zentrum der Milchstraße befindet sich eine auffällige Dunkelwolke, die von modernen Astrofotograf*innen als Pfeifennebel bezeichnet wird. Der Rauch dieser Pfeife steigt bis zum Stern rho Ophiuchi auf. Diese und alle anderen Dunkelwolken in der Milchstraße bilden für einige Stämme das Rückgrat des Himmels und für die südafrikanischen Zulu ein Tier mit schwarz-weißer Haut. Auch die Benennung der hellen Sterne hat kulturübergreifende Wurzeln. Vega (der helle blaue Stern am oberen Bildrand) zum Beispiel leitet sich vom Arabischen waqi, von al-nasr al-waqi, dem Adler, der sich hinunterwirft (um zu jagen). Dies steht im Gegensatz zum fliegenden Adler, Altair, was ebenfalls aus dem Arabischen stammt. Antares ist ein griechisches Wort und bedeutet "der, der dem Mars ähnlich ist", was sich auf seine Farbe bezieht. Der Sternname Shaula im Stachel des Skorpions ist eine moderne Version des babylonischen oder sogar sumerischen Sternnamens.
Bildnachweis: Amirreza Kamkar/IAU OAU

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße über einem Gebäude auf einem Berggipfel. Ihr diffuses Leuchten wird von dunklen Flecken unterbrochen

Der Mond und das Band der Milchstraße über der Goldenen Halle

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild wurde im April 2021 vom Gipfel des Laojun-Berges in China aufgenommen und zeigt einen Panoramablick auf die Milchstraße über der Goldenen Halle, die "Yuhuangding" genannt wird und ein Symbol für Reichtum ist. In China wird die Milchstraße als ein riesiger Strom betrachtet, wie einer der großen Flüsse. Sie trennt den Kuhhirten (Altair) und seine geliebte Weberin (Vega) und hat eine Himmelsfurt in der nördlichen Dunkelwolke im modernen Sternbild Schwan (lat. Cygnus). Die Milchstraße erscheint als unregelmäßiger, weißlicher Bogen, da wir sie nicht in einzelne Sterne auflösen können, sondern nur die Summe ihres Lichts sehen. Die Milchstraße ist eine Scheibengalaxie und das Sonnensystem befindet sich in einem ihrer Spiralarme. Wir sehen sie also von innen heraus, was ihr die Form eines Bandes an unserem Himmel verleiht. Sie wird mit den Religionen und Mythologien verschiedener Kulturen in Verbindung gebracht. Der moderne Begriff Milchstraße stammt aus der griechischen Folklore und steht für die Milch, die die Göttin Hera am Himmel verteilte, als sie den jungen Herakles unfreiwillig stillte. Der Sohn des Zeus und einer sterblichen Frau wurde neben sie gelegt, während sie schlief, aber durch sein starkes Saugen wachte Hera auf und stellte fest, dass sie ein unbekanntes Kind stillte und stieß es sofort weg. Griechische Philosophen wie Plato hielten das funkelnde Band am Himmel für die Spuren eines früheren Sonnenlaufs. In der Mythologie der südamerikanischen Tupi-Guarani steht die Milchstraße für den "Pfad des Tapirs". Für einige australische Aborigine-Völker hatten die dunklen Wolken die Form eines Emus, wenn sie hoch am Himmel standen, und von Krokodilen, wenn sie tief am Horizont standen. In vielen Kulturen des südlichen Afrikas, Südamerikas und Australiens galt er als ein Weg zum oder vom Himmel. Am rechten Bildrand erkennen wir das moderne Sternbild Skorpion mit dem auffälligsten Antares, dem rötlichen Stern knapp oberhalb der Milchstraße. Der hellste Punkt unterhalb der Bildmitte ist der aufgehende Mond mit Jupiter daneben. Einige Sternbilder sind auf diesem Bild zu erkennen, darunter die Südliche Krone (lat. Corona Australis), ein schwaches, bogenförmiges Sternbild unten rechts. Direkt über der Südlichen Krone liegt der Asterismus in Form einer Teekanne, der Teil des Sternbilds Schütze (lat. Sagittarius) ist. Da das Sternbild Schütze in der Nähe des Zentrums der Milchstraße liegt, finden sich innerhalb seiner Grenzen viele Strukturen wie Sternentstehungsgebiete, Kugelsternhaufen und planetarische Nebel. Im Sternbild Schütze befindet sich auch ein supermassereiches Schwarzes Loch, das vier Millionen Mal so massereich wie unsere Sonne ist. Auf der linken Seite des Milchstraßenbandes befindet sich der helle Stern Deneb im Sternbild Schwan (lat. Cygnus), durch den die Milchstraße verläuft, was dazu führt, dass sich in diesem Sternbild eine Vielzahl von Sternhaufen befindet.
Bildnachweis: Likai Lin/IAU OAU

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Das geschwungene Band der Milchstraße über einer Seenlandschaft wird links von einem großen dunklen Streifen halbiert.

Die Milchstraße über Anglers Reach

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern Die Milchstraße und mehrere astronomische Objekte sind auf diesem Bild zu sehen, das im April 2022 von der Südhalbkugel der Erde aus in Anglers Reach in Australien aufgenommen wurde. Links unten sehen wir das Sternbild Skorpion mit seinem hellsten Stern Antares, der rötliche Fleck direkt über dem Milchstraßenbogen. Einige markante, aber kleine südliche Sternbilder sind ebenfalls sichtbar: Die dominierenden hellen Sterne mittig links in der Milchstraße sind die vier hellen Sterne des Kreuz des Südens (lat. Crux) und links davon die beiden Zeigersterne alpha und beta Centauri. Das Kreuz des Südens zeigt in Richtung des südlichen Himmelspols, der nicht durch einen hellen Stern gekennzeichnet ist, während die Zeigersterne zum Kreuz zeigen. Dadurch kann man es vom Asterismus des Falschen Kreuzes im Sternbild Argo unterscheiden. Das Kreuz des Südens ist auf den Nationalflaggen von Australien, Brasilien, Neuseeland, Papua-Neuguinea und Samoa dargestellt. Da es in den hellsten Teilen der Milchstraße liegt, ist die dunkle Wolke des bekannten Kohlensacknebels neben den hellen Sternen deutlich zu sehen. In den Kulturen der Ureinwohner Südamerikas, Südafrikas und Australiens bildet er eines der aus Dunkelwolken bestehenden Sternbilder. Das riesige australische Dunkelwolken-Sternbild des Emu befindet sich auf diesem Bild fast vollständig über dem Horizont und erstreckt sich von seinem Kopf im Kohlensack bis zum Horizont. In der griechischen Antike gehörten die Sterne des Kreuz des Südens mit zum Sternbild Centaurus, einem Mischwesen mit menschlichem Oberkörper und Kopf, die mit einem einem Pferdekörper mit vier Beinen verbunden waren. Der griechische Zentaur stellt Chiron dar, den weisen Lehrer aller griechischen Helden. Sein hellster Stern ist Rigil Kentaurus (alpha Centauri), der Vorderhuf des Zentauren. Direkt darunter befindet sich das kleine Sternbild Triangulum Australe. Das Dreifachsternsystem von alpha Centauri ist der nächste stellare Nachbar unserer Sonne. Entlang der Milchstraße mittig rechts finden wir das große Sternbild des Schiffs Argo. Das kleinere antike Sternbild Argo wurde um 1600 von holländischen Seefahrern erweitert, und die Anzahl der Sterne in diesem Sternbild war dann so groß, dass der französische Mathematiker Lacaille im 18. Jahrhundert in seinem Sternkatalog Untertitel für Argo einführen musste. Dabei erfand er die Sternbilder Puppis, Carina und Vela. In Carina, dem Schiffskiel, zeigt diese rötliche Aufnahme deutlich den Carina-Nebel. Am rechten Bildrand befindet sich Sirius, der hellste Stern des Nachthimmels, während Canopus, der zweithellste Stern, als das Ruder des Schiffs Argo den Bereich unter dem Bogen der Milchstraße dominiert. Ebenfalls unterhalb des Milchstraßenbogens befinden sich die Große und die Kleine Magellansche Wolke, die kleine Begleitgalaxien unserer Milchstraße sind.
Bildnachweis: Lucy Yunxi Hu/IAU OAU

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die helle, diffuse Milchstraße, unterbrochen von dunklen Bereichen, wölbt sich über einer vom Weitwinkelobjektiv verzerrten.

Wintermilchstraße

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild wurde im Februar 2019 in der Nähe des Misurina-Sees in den Dolomiten in der italienischen Region Venetien aufgenommen und zeigt den Sternhimmel über einer Winterlandschaft. Die Milchstraße spannt dabei einen Bogen auf. Links, in Richtung Südosten, sehen wir Sirius (abgeleitet aus dem Griechischen: "der Brenner"), den hellsten Stern am Nachthimmel. Er gehört zum Sternbild Großer Hund (Canis Major), der in der griechischen Mythologie einer der Hunde des großen Jägers Orion ist. Der andere Hund des Orion, der Kleine Hund (Canis Minor), wird durch den hellen Stern Procyon und seine schwächeren Nachbarn repräsentiert. Der griechische Name des Sterns bedeutet "Der vor dem Hund [aufgehende]", und er ist oben links auf dem Bild direkt über dem Milchstraßenbogen zu sehen. Orion liegt rechts vom Großen Hund. Wir können seinen charakteristischen "Gürtel" erkennen, eine Sterngruppe, die aus drei hellen Sternen besteht, die in einer geraden Linie angeordnet sind. Über den Baumkronen rechts vom Orion sind die offenen Sternhaufen der Hyaden und der Plejaden im Sternbild Stier sichtbar. Nach antiker Überlieferung bilden diese beiden Sternhaufen ein Himmelstor direkt neben dem Schnittpunkt der Großkreise von Ekliptik und Milchstraße. In der griechisch-römischen Mythologie wird der Stier mit dem Gott Zeus in Verbindung gebracht, der sich als Stier getarnt haben soll, um die phönizische Prinzessin Europa zu verführen. Über dem Sternbild Stier steht ein heller Stern direkt über dem Milchstraßenbogen: Capella, der hellste Stern des Sternbilds Fuhrmann (lat. Auriga). Es ist eins der 88 modernen Sternbilder und wird mit dem griechischen Helden Erichthonius von Athen in Verbindung gebracht. In der hinduistischen Astronomie gilt Capella als das Herz von Brahma, einem der drei Hauptgötter. Die Ureinwohner von Bororo in Brasilien haben ein Sternbild, das einen Kaiman darstellt und einige Sterne des Fuhrmanns und weitere Sterne aus benachbarten Sternbildern enthält. Rechts vom Stier befindet sich das moderne Sternbild Perseus mit dem hellen Doppel-Sternhaufen h+chi Persei, der in der griechischen Mythologie die Klinge des Säbels von Perseus darstellt, eines Helden, der ausgesandt wurde, um sich zu beweisen, und der zufällig Andromeda vor dem Meeresungeheuer Cetus rettete, wie der römische Dichter Ovid beschrieb. Wir können auch das Sternbild Kassiopeia erkennen, das in der griechischen Mythologie mit der Königin und Mutter von Andromeda in Verbindung gebracht wird. Es besteht aus fünf hellen Sternen in der Form eines W, das nach dem Dichter Aratus von den Griechen als Schlüssel angesehen wurde. Die wiedererkennbare Form wird auch mit anderen Mythologien in Verbindung gebracht: So stellt sie beispielsweise in der hinduistischen Astronomie die Prinzessin Sharmishtha dar, in Thailand eine Fledermaus und in der arabischen Astronomie ein Kamel. In der Lücke zwischen den Bäumen befindet sich die Andromeda-Galaxie.
Bildnachweis: Giorgia Hofer/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Die Milchstraße erscheint als zwei vertikale, diffuse Lichtbänder beiderseits eines dunklen Staubbands über einer Felsnadel.

Die Säule der Schöpfung

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild zeigt den Nachthimmel über den Drei Zinnen (Naturpark Dolomiten) in der Grenzregion zwischen Südtirol und Venetien in Italien im Oktober 2021. Der helle Fleck auf der linken Seite ist der Planet Jupiter, der im Sternbild Steinbock zu sehen ist. Rechts von Jupiter und unterhalb der beiden Hornsterne des Steinbocks befindet sich der Planet Saturn. Direkt über Jupiter sind Teile des Wassermanns zu sehen, einem der größten Sternbilder und ebenfalls Teil des Tierkreises. Nördlich von diesen Sternbildern, links von der Milchstraße, befinden sich hauptsächlich schwache Sterne. Der hellere weißliche Stern in der oberen linken Ecke ist Enif, ein Doppelstern im Sternbild Pegasus. Die Milchstraße scheint wie Dampf von den Felsnadeln der Zinnen aufzusteigen. Ungefähr in der Mitte des Bildes befinden sich zwei helle Sterne links und rechts der Milchstraße: Altair und Vega. Sie scheinen durch den galaktischen Strom getrennt zu sein, wie es in einer traditionellen chinesischen Geschichte heißt, in der sie ein liebendes Paar darstellen. Heute ergänzt der helle Stern am oberen Rand des Fotos die beiden in der volkstümlichen Astronomie zu einem großen Dreieck: dem Sommerdreieck auf der Nordhalbkugel. Altair ist der hellste Stern des babylonischen Sternbilds des Adlers (lat. Aquila). Im alten Babylon hieß es, dass der Adler den König Etana in die Lüfte trug, damit er die Erde von oben sehen konnte. Neben dem babylonischen Adler befand sich das Sternbild der Leiche, das erst in römischer Zeit wieder auftauchte, als Ptolemäus es als neues Untersternbild "Antinoos" unter den Adler stellte. Er wird als der Leichnam (oder die Seele) des Lieblings des römischen Kaisers Hadrian angesehen, der gerade im Nil gestorben war. Vega ist der helle weiße Stern rechts von der Milchstraße. Er gehört zum kleinen Sternbild Leier, das für den Ringnebel bekannt ist, einen beeindruckenden Planetarischen Nebel - ein sterbender Stern, der seine äußere Hülle in den Weltraum bläst. Am rechten Rand des Bildes fallen drei Sterne in einer gebogenen Reihe auf. Dies ist die Deichsel des Großen Wagens, der nach unten zu einem hellen Stern in der Nähe des Horizonts zeigt: Arktur, der hellste Stern des Sternbilds Bootes (griechisch: der Pflüger). Dieses drachenähnliche Sternbild ist wahrscheinlich eine heidnische Interpretation des babylonischen Gottes "Enlil", dessen Sternbild ebenfalls an dieser Stelle des Himmels stand. Die Römer deuteten diese Figur als den Ochsentreiber um, der die sieben Ochsen kontrollierte, die in den hellen Sternen der Großen Bärin (lat. Ursa Major) zu sehen sind. Direkt rechts von Vega befindet sich das riesige Sternbild Herkules, und darunter, direkt links von Bootes, finden wir einen Halbkreis aus Sternen, der das kleine Sternbild Corona Borealis bildet, das in der griechischen Kultur mit Ariadne, der Tochter des Königs Minos von Kreta, in Verbindung gebracht wird. Die Lichter, die man unten links im Bild sieht, sind auf die Reflexion von künstlichem Licht in den Wolken zurückzuführen.
Bildnachweis: Giorgia Hofer/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Der helle Mond spiegelt sich im Wasser. Das diffuse Licht und die dunklen Flecken der Milchstraße dominieren das Bild rechts.

Lyriden-Sternschnuppe im See

Bildunterschriften: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern. Dieses Bild wurde in den frühen Morgenstunden des 24. April 2022 aufgenommen und zeigt den Himmel über der Provinz Yunnan in China zusammen mit seiner Spiegelung im Nian-See. Auf der rechten Seite ist die Milchstraße zu sehen, während auf der linken Seite weißliche irdische Wolken auftauchen. Eine Lyriden-Sternschnuppe überquert den Himmel entlang der Milchstraße, sein Schweif zeigt zurück zum Radianten des Meteorstroms im Sternbild Leier, der außerhalb des Bildes über dem oberen Bildrand liegt. Die natürlichen Farben des Meteors sind beeindruckend deutlich. Auch einige Sternbilder sind sichtbar. In der oberen linken Ecke können wir das kleine Sternbild des Delphins (lat. Delphinus) erkennen, in dem die fünf hellsten Sterne die Sterngruppe bilden. Diese Sterngruppe bildet den Kopfteil des größeren griechischen Sternbilds Delphin. Es gilt seit der römischen Zeit als Delphin, als Ptolemäus das neue Sternbild des Füllens (lat. Equuleus) im südlichen Teil der ursprünglichen Figur erdachte. Im mittelalterlichen China galt diese Sterngruppe als der Gute und der Faule Kürbis, wobei der gute durch die hellere Raute an der Spitze und der faule durch die schwachen Sterne im Schwanz des römischen Delphins gebildet wurde. Der helle Stern rechts vom Delphin und am oberen Bildrand ist Altair, der hellste Stern im Sternbild Adler (lat. Aquila). In der chinesischen Himmelskunde bildet Altair zusammen mit einigen angrenzenden Gebieten das Sternbild der Trommel am Fluss. In der chinesischen Folklore steht der helle Stern jedoch für einen Jungen, der in ein Mädchen verliebt ist, das durch den hellen Stern Vega (in der Leier) auf der anderen Seite eines riesigen Himmelsflusses (der Milchstraße) dargestellt wird. Vega ist auf diesem Bild nicht zu sehen, aber der Lyridenmeteor erscheint uns wie eine Träne des unglücklichen Mädchens, das seinen Geliebten nicht erreichen kann. Rechts oben im Bild leuchtet das Sternbild Skorpion (lat. Scorpius) mit seinem hellen, rötlichen Stern Antares. Zusammen mit einigen seiner Nachbarsterne wurde es in China als Sternbild des Herzens betrachtet, das auch zu den Mondhäusern gehörte. Im alten China galt er als das Herz des Blauen Drachen, dem Supersternbild des Frühlings. Skorpion und Schütze (lat. Sagittarius), in der Mitte des Bildes, enthalten die hellsten Sternwolken der Milchstraße: das galaktische Zentrum, das auch deutlich sichtbare Dunkelwolken vor den hellen Bereichen aufweist. Es gibt kein klassisches griechisch-römisches Sternbild zwischen Adler und Skorpion, aber im 17. Jahrhundert nannten zwei polnische Astronom*innen, das Ehepaar Jan und Elizabeta Hevelius, dieses Gebiet der hellen Wolken in der Milchstraße den Schild (lat. Scutum), in Erinnerung an einen polnischen König. In China hingegen wurde dieser Bereich direkt außerhalb des Supersternbilds (oder des himmlischen Geländes) des himmlischen Marktplatzes als Darstellung der Marktbeamten angesehen.
Bildnachweis: Jianfeng Dai/IAU OAE

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


The arc of the Milky Way over some trees. Two small galaxies can be seen in the lower middle of the image.

Milky Way Over Quiver Tree

Bildunterschriften: This breathtaking photograph was captured on 17 June 2023, near Keetmanshoop, Namibia, with a smartphone. Dominating the night sky, the majestic arc of the Milky Way creates a celestial bridge across the heavens. The image captures a range of notable astronomical objects: the Large and Small Magellanic Clouds, seen towards the bottom of the image and appearing as fuzzy clouds; Antares, seen towards the top left of the image; and the coalsack nebula (referred to by various names by Indigenous cultures around the world), seen vertically above the Large Magellanic Cloud. Silhouetted against this astral backdrop, the trees — which are actually succulent aloe plants native to southern Africa — add a touch of Earth's unique beauty. Historically, these plants were known as ‘quiver trees’ because groups of local Indigenous people would use their hollowed branches to hold darts. The serene Namibian landscape, combined with the brilliance of the southern hemisphere's stars, offers a glimpse into the majesty of our Universe.
Bildnachweis: Jianfeng Dai/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Four dish-shaped telescopes point at the sky with the arc of the Milky Way overhead.

Milky Way Over H.E.S.S Observatory

Bildunterschriften: The darkness of the skies at H.E.S.S Observatory reveal the seemingly innumerable stars that make up the Milky Way galaxy, making it challenging to discern the constellations as seen taken with a smartphone from Namibia in June 2023. The stars Alpha and Beta Centauri are visible bottom left of the image just about the tower. The orange-hued star visible just above and to the right of the left H.E.S.S telescope is Antares, a red-giant star that is part of the constellation Scorpius.
Bildnachweis: Jianfeng Dai/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


Four boats moored on a lake with the glow of a distant town. The Milky Way with dark and light patches dominates the sky

Lugu Lake Without Cloud

Bildunterschriften: On the tranquil shores of Lugu Lake, the serene night sky hosts a mesmerising celestial panorama that is reflected in the calm waters below. This snapshot, taken with a smartphone in March 2023 in Yunnan, China, offers a breathtaking view of the galaxy's grandeur, with the Milky Way stretching majestically across the sky. The Galaxy is an intricate tapestry of stars, dust, and celestial wonders that weave a story across the canvas of the night sky. This harmonious fusion of land and sky captures a moment of tranquillity amidst patient stargazing, enhanced by a fortunate break in the cloud cover that allowed this captivating scene to unfold.
Bildnachweis: Liu Yang/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


The faint glow of the Milky Way and its mottled dust clouds behind a pillar of rock.

The Milky Way in the Smart World

Bildunterschriften: In this tranquil image, taken in July 2022 in the darkness of Sicily’s Nebrodi Park, the grandeur of the Milky Way stretches above the natural megaliths of the Argimusco plateau, akin to a Sicilian Stonehenge. This celestial tapestry displays a multitude of astronomical sights: the constellations of Sagittarius (towards the bottom left of the image) and Scorpius (partly obscured by the megalith), the Lagoon Nebula (the pinkish region in the top left of the megalith), and the small Sagittarius Cloud (the fuzzy region in the top left of the Lagoon Nebula). Remarkably, the photo was taken with a smartphone, and serves as a testament to the wonders that lay hidden in the night, accessible to those who venture away from the glare of city lights into the serene embrace of unspoiled darkness.
Bildnachweis: Biagio Meli/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


A person stands next to a snowy lake. The Milky Way stretches from the top of the image to the horizon.

Milky Way Stargazer

Bildunterschriften: In May 2020, atop Mount Gongga in Sichuan, China, a lone observer stands amidst the cool night air at high altitude. Looking up, they witness the grand arc of the Milky Way stretching across the sky, captured using a smartphone set to panorama mode. This image was taken far away from the city lights at an elevation of 4200 metres, where the quiet of the mountains accentuate the connection between Earth and the vast cosmos. Jupiter, a bright planet, can be seen alongside the central bulge of the Milky Way, while a subtle green airglow on the horizon adds an intriguing touch to the scene.
Bildnachweis: Jianfeng Dai/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons


A small boat sits on the shore with the light and dark patches of the Milky Way above

Sailing the Celestial Seas

Bildunterschriften: In this black and white snapshot taken in April 2022 with a smartphone, a solitary boat rests on the shores of Lake Eucumbene, Australia, framed by the brilliant display of stars comprising the Milky Way. The prominent glow of the galactic centre stands out against the night sky, its intricate patterns of stars and nebulae casting a striking contrast. Each shimmering dot represents a distant sun, possibly orbited by uncharted planets, underscoring the vastness and complexity of our sprawling home galaxy.
Bildnachweis: Lucy Yunxi Hu/IAU OAE (CC BY 4.0)

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons

Related Activities


Glitter Your Milky Way

Glitter Your Milky Way

astroEDU educational activity (links to astroEDU website)
Description: Explore the Milky Way and characteristics of galaxies using glitter drawing.

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons

Tags: Art , Creativity , Hands-on , Handcraft
Age Ranges: 6-8 , 8-10
Education Level: Middle School , Primary
Areas of Learning: Fine Art focussed
Costs: Medium Cost
Group Size: Group
Skills: Communicating information

Living in the Milky Way

Living in the Milky Way

astroEDU educational activity (links to astroEDU website)
Description: Build a model of the Milky Way to discover what our galaxy contains.

License: CC-BY-4.0 Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) icons

Tags: Hands-on , Model
Age Ranges: 6-8 , 8-10
Education Level: Primary
Areas of Learning: Problem-solving , Social Research
Costs: Medium Cost
Duration: 1 hour 30 mins
Group Size: Group
Skills: Asking questions , Communicating information , Developing and using models