Glossar-Begriff: Mond
Beschreibung: Der Mond ist ein Himmelskörper, der nicht von sich aus leuchtet, sondern der Sonnenlicht reflektiert. Je nachdem, wie die Sonne, der Mond und die Erde zueinander stehen, entstehen dadurch die charakteristischen Mondphasen. Der Mond ist der einzige große natürliche Satellit der Erde. Was Größe und Masse betrifft, steht der Mond an fünfter Stelle der natürlichen Satelliten im Sonnensystem. Da auch andere natürliche Satelliten als Monde bezeichnet werden, bezeichnen wir "unseren" Mond manchmal auch als Erdmond.
Im Vergleich zu anderen Monden des Sonnensystems ist der Mond im Verhältnis zur Größe des Planeten, den er umkreist, am größten. Der Mond umkreist die Erde auf einer elliptischen Bahn in einem durchschnittlichen Abstand von 384.000 km zur Erde. Er hat keine Atmosphäre und besteht aus ähnlichen Materialien wie die Erden selbst, mit einem eisenhaltigen Kern und gesteinshaltigen äußeren Schichten. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall: Soweit wir wissen, bildete sich der Mond aus den Trümmern einer Kollision zwischen der Erde und einem marsgroßen Protoplaneten vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Der größte Teil seines Materials stammt aus dem ursprünglichen Erdmantel.
Die Mondoberfläche hat dunkle Bereiche, die als Mare bekannt sind, sowie hellere Hochländer und ist übersät von Kratern. Die Oberfläche des Mondes ist 3,79 x 107 Quadratkilometer groß, sein Volumen beträgt 2,20 x 1010 Kubikkilometer und seine Masse 7,35 x 1022 kg. Der genaue Wert der Umlaufzeit des Mondes um die Erde hängt vom Bezugsrahmen ab: Relativ zu den weit entfernten Fixsternen braucht 27,3 Tage für eine Umrundung ("siderische Periode"). Für einen Beobachter auf der Erde beträgt die Zeit zwischen zwei Neumonden 29,5 Tage ("synodische Periode").
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Begriffs- und Definitionsstatus Die Originaldefinition dieses Begriffes auf Englisch wurden von einem forschenden Astronom und einer Lehrkraft bestätigt Die Übersetzung dieses Begriffs und seiner Definition warten auf Prüfung und Bestätigung
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Apollo 11-Mondaktivitäten
Unterschrift: NASA-Astronaut Edwin "Buzz" Aldrin installiert ein Seismograph vor der Apollo 11 Eagle-Mondlandefähre während einer Außenbord-Aktivität (EVA) auf dem Mond. Neil Armstrong schoss dieses Foto während der ersten bemannten Mission auf der Mondoberfläche im Jahr 1969.
Bild: NASA/Projekt Apollo-Archiv
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Selene trifft den Mond, von Sheila Wiwchar, Kanada
Unterschrift: Erster Platz beim IAU OAE Astrophotographie-Wettbewerb 2021, Kategorie Sonne/Mond-Halos.
Dieses Fischaugenbild, aufgenommen in Kaleida, Manitoba in Kanada, fängt auf wunderbare Weise das seltene optische Phänomen ein, das den Mond umgibt und als "22° Halo" bekannt ist, sowie den horizontalen weißen Kreis, der den Mond durchquert und als "paraselischer Kreis" bezeichnet wird. Das weiße Band, das den gesamten Himmel in der gleichen Höhe wie der Mond umkreist, ist nach Selene benannt, der antiken griechischen Titanin, die als Mondgöttin bekannt ist. Das häufiger beobachtete Gegenstück, das von der Sonne erzeugt wird, ist als parhelischer Kreis bekannt, benannt nach dem griechischen Sonnengott Helios. Sowohl der 22°-Halo als auch der paraselische Kreis entstehen durch die Reflexion des Mondlichts an nahezu senkrechten Oberflächen von Eiskristallen. Die Teile, die näher am Mond liegen, werden durch äußere Reflexionen verursacht, während die weiter entfernten durch innere Reflexionen entstehen. Das Sternbild des Großen Wagens in der Mitte macht dieses Bild noch spektakulärer. Können Sie ihn erkennen?
Bild: Sheila Wiwchar/IAU OAE
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Roter Mond, von Daniel Henrion, Frankreich
Unterschrift: Dritter Platz beim IAU OAE Astrophotographie-Wettbewerb 2021, Kategorie Totale Mondfinsternis.
Zeitrafferaufnahmen einer totalen Supermond-Mondfinsternis, die am 28. September 2015 stattfand. Die Fotos zeigen den Mond während seines Durchgangs durch den Kernschatten der Erde: Der Kernschatten der Erde berührte den äußeren Rand des Mondes um 1.07 Uhr UTC (obere linke Ecke) und verließ die Mondoberfläche um 4.27 Uhr UTC (untere rechte Ecke).
Bild: Daniel Henrion/IAU OAE
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Der verfinsterte Mond geht in der Nähe der Rochetta di Prendera, Unesco Dolomiten, von Alessandra Masi, Italien
Unterschrift: Erster Platz beim IAU OAE Astrophotographie-Wettbewerb 2021, Kategorie Totale Mondfinsternis.
Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn der Vollmond in den Erdschatten eintritt. Dies ist der Fall, wenn Sonne, Erde und Mond genau oder beinahe auf einer Linie liegen. Das rötliche Licht, das von der Mondoberfläche reflektiert wird, entsteht durch Sonnenlicht, das auf seinem Weg durch die Erdatmosphäre in Richtung Mond gebrochen wird. Es erscheint rötlich aufgrund der Rayleigh-Streuung des blauen Lichts. Die runde Form des auf der Mondoberfläche sichtbaren Erdschattens war für Aristoteles ein Beweis dafür, dass die Erde eine Kugel sein muss. Dieses Foto zeigt den verfinsterten Mond, der in der Nähe der Rochetta di Prendera, Dolomiti Unesco, Italien, am 21. Januar 2019 untergeht.
Bild: Alessandra Masi/IAU OAE
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Vollmond
Unterschrift: Das Bild zeigt den fast vollen Mond, beobachtet mit einem kleinen Teleskop und einer DSLR-Kamera.
Bild: Luc Viatour
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Ähnliche Diagramme
Totale Sonnenfinsternis
Unterschrift: Diese nicht maßstabsgetreue Darstellung zeigt, was während einer totalen Sonnenfinsternis geschieht. Der Mond umkreist die Erde, doch seine Umlaufbahn ist gegenüber der Umlaufbahn der Erde um die Sonne leicht geneigt. Während der Neumondphase befindet sich der Mond zwischen Erde und Sonne, doch aufgrund der geneigten Umlaufbahn des Mondes um die Erde liegt der Mond zu diesem Zeitpunkt normalerweise oberhalb oder unterhalb der Sonne. Zweimal im Jahr jedoch richtet sich die Umlaufbahn des Mondes so aus, dass der Mond in einer direkten Linie zwischen Erde und Sonne liegen kann. Zu diesen Zeitpunkten kann es zu einer Sonnenfinsternis kommen. Der Mond ist etwa 400-mal kleiner als die Sonne, befindet sich jedoch gleichzeitig auch 400-mal näher an der Erde als die Sonne. Daher haben Sonne und Mond von der Erde aus betrachtet ungefähr den gleichen Winkeldurchmesser. Daher ist es möglich, dass der Mond die Sonne von der Erde aus gesehen vollständig verdeckt. Dies wird als totale Sonnenfinsternis bezeichnet.
Hier sehen wir eine schematische Darstellung einer solchen Sonnenfinsternis. Der Mond wirft einen Schatten auf die Erde, der als Umbra bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um einen annähernd kreisförmigen Schatten mit einem Durchmesser von einigen hundert Kilometern. Von jedem Ort innerhalb der Umbra aus gesehen verdeckt der Mond die Sonne vollständig, so dass dort eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten ist. Außerhalb der Umbra gibt es Gebiete, in denen der Mond lediglich einen Teil der Sonne verdeckt. Dieser Halbschatten wird als Penumbra bezeichnet. Von Ort innerhalb der Penumbra aus ist eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.
Eine Sonnenfinsternis ist ein dynamisches Ereignis, bei dem sich der Mond auf seiner Umlaufbahn weiterbewegt und die Erde gleichzeitig rotiert. Daher bewegen sich die Umbra und die Penumbra über die Erdoberfläche. Der Pfad, den die Umbra über die Erde zieht, wird als Totalitätszone bezeichnet. Betrachten wir eine bestimmte Region, die im Totalitätsstreifen liegt. Abgesehen von seltenen Fällen, in denen eine Sonnenfinsternis bei Sonnenaufgang beginnt, wird an einem Ort innerhalb der Totalitätszone zunächst zu sehen sein, wie der Mond einen Teil der Sonne verdeckt und sich allmählich über sie hinwegbewegt, bis die Sonne vollständig verdeckt ist. Von außerhalb der Erde betrachtet würde dies so aussehen, als würde sich zunächst die Halbschattenzone über diesen bestimmten Ort hinwegbewegen, gefolgt von der Kernschattenzone. Sobald sich der Mond so weiterbewegt hat, dass er die Sonne nicht mehr vollständig verdeckt, endet die Totalität und die Kernschattenzone entfernt sich von diesem bestimmten Ort. Der Mond bewegt sich so lange vor der Sonne entlangbewegen bis (sofern die Sonne nicht vor dem Ende der Sonnenfinsternis untergeht) die Sonne vollständig freigelegt ist. Von außerhalb der Erde betrachtet würde dies so aussehen, als würde sich der Kernschatten von unserem Ort entfernen, der Rand des Halbschattens sich nähern und schließlich über den Ort hinwegziehen.
Außerhalb der Totalitätszone gibt es ein viel größeres Gebiet, das in der Halbschattenzone liegt, aber vom Kernschatten nicht erfasst wird. In solchen Gebieten gibt es bei dieser Sonnenfinsternis keine totale, sondern nur eine partielle Sonnenfinsternis.
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