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Die Schüssel eines Radioteleskops dreht sich, während sich der Große Wagen am Himmel dahinter bewegt.

Der Große Wagen mit dem Radioteleskop Sardinien SRT

Video
Erstellt für das OAE

Unterschrift: Dieser Zeitraffer fängt die Bewegung der Sterne neben dem majestätischen 64-Meter-Radioteleskop Sardinien (SRT) des Nationalen Instituts für Astrophysik (INAF) ein, mit besonderem Augenmerk auf den berühmten Großen Wagen vor dem Hintergrund der Himmelskugel. Die Kamera schwenkt während die berühmte Sterngruppe am Himmel versinkt, zur selben Zeit fliegen Flugzeuge vorbei und das Radioteleskop dreht sich. Das harmonische Zusammenspiel zwischen den Sternenbahnen und der kolossalen Schüssel des Radioteleskops schafft eine faszinierende visuelle Ode an das kosmische Ballett, aufgenommen im September 2019.
Bild: Antonio Finazzi/IAU OAE (CC BY 4.0)

Glossar-Begriffe: Astronomie , Großer Wagen , Himmelspol , Himmelskugel , Erdrotation , Beobachtung , Polarstern
Kategorien: Astronomie mit bloßem Auge
Schlagworte astrophotography

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole

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Ein Bild des gesamten Himmels. Über einem Ring aus Steinen in Türrahmenform scheinen die hellen, geschwungenen Bahnen der Sternspuren Kreise zu bilden

Steinerne Sternkreise, Startrails oberhalb von Stonehenge, von Till Credner, Deutschland

Bild
Erstellt für das OAE

Unterschrift: Zweiter Platz im IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb, Kategorie Sternenspuren. Die Astronomie ist eine der ältesten (wenn nicht die älteste) Wissenschaften und als solche seit Jahrtausenden mit verschiedenen Kulturen verbunden. Dieses Bild vermittelt diese Beziehung in gewisser Weise, indem es in den Kontext von Stonehenge gestellt wird. Es gibt viele Forschungen über das, was Astronomen als archäoastronomische Stätten bezeichnen, und wie sie mit dem Himmel in Verbindung stehen (z. B. Jahreszeiten, Mondphasen und vieles mehr). Zivilisationen aus allen Zeiten und aus der ganzen Welt haben ihre eigenen Ansichten und Interpretationen dessen, was sie am Himmel sehen, und dies ist nicht nur mit der Kultur, sondern auch mit den täglichen und saisonalen Aktivitäten der Menschen verbunden. Die "konzentrischen Kreise", die oft als "Sternenspuren" bezeichnet werden, sind das Ergebnis der scheinbaren Bewegung des Himmels, die in Wirklichkeit auf die Drehung der Erde um ihre Achse zurückzuführen ist. Der kleine Punkt oben in der Mitte des Bildes ist Polaris - der Nord- oder Polarstern. Polaris ist nur für Beobachter in den nördlichen Breitengraden sichtbar. Aus der Höhe des Polarsterns lässt sich der tatsächliche Breitengrad des Beobachters ableiten. Stonehenge befindet sich auf etwa 51° Nord. Dieses Bild stammt von einer der bedeutendsten antiken Stätten der Welt, versetzt uns in die Vergangenheit und lässt uns über die Geschichten der Menschen nachdenken, die vor vielen Jahrtausenden an diesem Ort lebten.
Bild: Till Credner/IAU OAE

Glossar-Begriffe: Zirkumpolarsterne , Strichspuraufnahme
Kategorien: Astronomie mit bloßem Auge

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole

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Helle Sternenspuren als Bögen um die Bildmitte hinter der Silhouette eines Baumes

Halbtägige Belichtung des Nordsternes, von Fabrizio Melandri, Italien

Bild
Erstellt für das OAE

Unterschrift: Erster Platz im IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb, Kategorie Sternenspuren. Dieses Sternspurenbild zeigt die scheinbare Bewegung der Sterne am Nachthimmel, die sich aus der Drehung der Erde um ihre Polachse ergibt. Die Bäume im Vordergrund dienen als Anker, während wir uns mit der Erde drehen. Der helle weiße Halbkreis in der Mitte des Bildes ist der Nordstern (Polaris), der sich ganz in der Nähe des Himmelsnordpols befindet. Wenn man sich vorstellt, dass sich die Erde im Zentrum einer hohlen Kristallkugel befindet und die Sterne in diese Kugel eingebettet sind, sieht ein Beobachter auf der Erde, wie die Sterne in einem Bogen auf- und untergehen, weil der Horizont den Beobachter daran hindert, den vollen Bogen für Sterne zu sehen, die weiter vom Himmelspol entfernt sind. Der Himmelsnordpol (und sein Gegenstück, der Himmelssüdpol) wird im Wesentlichen durch die Verlängerung der Erdachse gebildet. Um dieses Bild aufzunehmen, muss der Fotograf eine Langzeitbelichtung machen, wobei die Kamera auf einem Stativ steht und auf den Polarstern (Nordhalbkugel) gerichtet ist. In der südlichen Hemisphäre gibt es keinen Stern, der dem Himmelspol so nahe ist wie der Polarstern. Daher wird die Position des südlichen Himmelspols mithilfe des Südkreuzes und der Zeigersterne (Alpha und Beta Centauri) ermittelt. Obwohl das Bild insgesamt einen leichten Blaustich hat, werden die unterschiedlichen Farben der Sterne erfasst. Es ist leicht, zwischen den blauen Sternen mit höherer Temperatur und den weißlichen Sternen mit niedrigerer Temperatur und sogar den rötlichen Sternen mit wiederum niedrigerer Temperatur zu unterscheiden. Der Grund für diese Farbunterschiede liegt darin, dass Sterne mit höherer Temperatur mehr in kürzeren Wellenlängen (blauer) emittieren als Sterne mit niedrigerer Temperatur, die in längeren Wellenlängen (röter) emittieren.
Bild: Fabrizio Melandri/IAU OAE

Glossar-Begriffe: Zirkumpolarsterne , Strichspuraufnahme
Kategorien: Astronomie mit bloßem Auge

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole

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Mehrere Bilder eines Kometen, dessen Schweif vom Horizont weg zeigt, bilden einen Bogen am Nachthimmel über einem Stadtgebiet

Die Metamorphose von Neowise, von Tomáš Slovinský und Petr Horálek, Slowakei

Bild
Erstellt für das OAE

Unterschrift: Erster Platz im IAU OAE Astrophotografie-Wettbewerb 2021, Kategorie Kometen. Dieses Bild verwendet die Technik der Chronophotografie, um die Entwicklung des Kometen C/2020 F3 (Neowise) im Laufe der Zeit einzufangen, als er im Juli 2020 am nördlichen Himmel sichtbar wurde. Die Bahnen von Kometen sind extrem elliptisch, was bedeutet, dass sie sich während eines Teils ihrer Umlaufbahn der Sonne nähern. Wenn sich ein Komet der Sonne nähert, wird er aufgeheizt, setzt Gas und Staub frei und bildet eine Hülle oder Koma um den Kern. Der Sonnenwind und die Photonen (Teilchen der elektromagnetischen Strahlung) interagieren mit der Koma und erzeugen den Kometenschweif, der auf diesem Bild deutlich zu sehen ist. Der Schweif eines Kometen zeigt immer von der Sonne weg und erstreckt sich über mehrere zehn Millionen Kilometer. Dieser Schweif besteht aus zwei Teilen: dem relativ geraden bläulichen Gasschweif (Ionen- oder Plasmaschweif), der aus geladenen Teilchen besteht, die mit den Magnetfeldern des Sonnenwindes wechselwirken, und dem weißlichen Staubschweif, der aus sehr kleinen Staubteilchen besteht, die aufgrund ihrer geringeren Geschwindigkeit durch den Strahlungsdruck der Sonne in eine Kurve gedrückt werden. Zwei Regionen im Sonnensystem werden oft als "Speicher" für Kometen angesehen: der Kuiper-Gürtel und die Oortsche Wolke. Kometen mit einer Umlaufzeit von bis zu zweihundert Jahren stammen aus dem Kuiper-Gürtel, einem Reservoir von scheibenförmigem Kometenkernmaterial, das sich jenseits des Neptun befindet. Kometen mit längerer Lebensdauer stammen aus der Oortschen Wolke, einem weiteren riesigen Reservoir eisiger Objekte, das das Sonnensystem kugelförmig umgibt. Die äußere Grenze der Oortschen Wolke ist noch nicht bekannt, könnte aber das Zehntausendfache der Entfernung zwischen Sonne und Erde oder sogar noch mehr betragen. Aufgrund von Gravitationsstörungen könnten einige dieser Kometenkerne in die inneren Regionen des Sonnensystems geschleudert werden und sich dabei manchmal der Erde nähern, was einige der spektakulärsten Ansichten eines Himmelskörpers bietet. Das Bild zeigt auch einige prominente Sternbilder und Sterngruppen wie den Großen und den Kleinen Wagen sowie den Nordstern (Polaris).
Bild: Tomáš Slovinský und Petr Horálek/IAU OAE

Glossar-Begriffe: Komet
Kategorien: Astronomie mit bloßem Auge , Sonnensystem

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Ein dampfendes Wasserbecken mit Nachthimmel. Der Himmel zeigt eine helle Gruppe von 7 Sternen in Form eines Wagens mit Deichsel

Der Große Wagen im Yellowstone, von Alex Conu, Norwegen

Bild
Erstellt für das OAE

Unterschrift: Erster Platz beim IAU OAE Astrofotografie-Wettbewerb 2021, Kategorie Große Sternfelder. Dieses Bild zeigt eine der prominentesten und bekanntesten Sterngruppen der nördlichen Hemisphäre – den Großen Wagen oder den Pflug. Diese Sterngruppe ist Teil des Sternbildes Großer Bär (Ursa Major) aus der griechischen Mythologie. Der Große Wagen besteht aus sieben (bzw. acht) Sternen, die sich von der Mitte des Bildes nach rechts erstrecken. Die vier Sterne, die den "Kasten" des Wagens bilden, befinden sich in Form eines Trapezes direkt über dem höchsten Baum auf der rechten Seite des Bildes. Diese Sterne sind Dubhe (oben rechts), Merak (unten rechts), Megrez (oben links) und Phecda (unten rechts). Die drei (bzw. vier) Sterne, die die Wagendeichsel bilden, befinden sich links des Trapezes (von rechts nach links: Alioth, Mizar und Alkaid). Wenn man genau auf Mizar schaut, kann man einen kleineren Stern links oben erkennen, der Mizar "berührt". Dabei handelt es sich um Alkor der, zusammen mit Mizar, das freiäugig sichtbare Doppelsternsystem bildet. Sehr sorgfältige Messungen haben jedoch den Beweis erbracht, dass Mizar selbst in Wirklichkeit bereits ein Vierfachsystem und Alkor ein Doppelsternsystem ist. Die hier verwendeten Namen der Sterne sind von ihren arabischen Bezeichnungen abgeleitet. Allerdings existieren in verschiedenen Kulturen jeweils eigenen Namen für diese Sterne. Auf der ganzen Welt wird dieses Sternbild in verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Objekten in Verbindung gebracht. Darüber hinaus verbinden einige indigene Kulturen Geschichten mit einzelnen Sternen. Sternbilder enthalten nicht nur Geschichten und Mythen verschiedener Kulturen, sondern sind auch wichtige "Navigationswerkzeuge". Die Sterne Dubhe und Merak können verwendet werden, um den Polarstern (Polaris) zu finden (der auf diesem Bild nicht zu sehen ist). Aufgrund seiner Beziehung zur nördlichen Hemisphäre und weil es sich um ein zirkumpolares Sternbild handelt (das nie unter den Horizont sinkt), werden der Große Wagen und der Polarstern auf der Flagge von Alaska verwendet. Es ist wichtig zu beachten, dass die Sterne (mit Ausnahme der Mehrfachsternsysteme Mizar und Alkor) in Sternbildern zwar scheinbar "nebeneinander" stehen, in Wirklichkeit aber unterschiedlich weit von der Erde und voneinander entfernt sind.
Bild: Alex Conu/IAU OAE

Glossar-Begriffe: Asterismus
Kategorien: Astronomie mit bloßem Auge , Sterne

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole

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