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Südhimmel über La Silla
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Erstellt für das OAE
Unterschrift: Dieses Video zeigt die eindrucksvolle Ausdehnung der Milchstraße über die Weite des Nachthimmels. Inmitten dieses Sternentheaters tritt das Kreuz des Südens hervor, erkennbar an seiner markanten Kreuzform im oberen rechten Bildbereich über der Milchstraße, bevor es im Verlauf des Videos langsam verblasst. Dieses Sternbild – welches auf der Südhalbkugel eine markante Erscheinung ist – besitzt sowohl kulturelle als auch navigatorische Bedeutung und diente über Jahrhunderte hinweg als Orientierungspunkt. Die majestätische Erscheinung der Milchstraße wird von den beiden Magellanschen Wolken begleitet, die als ferne Begleiter am Himmel zu erkennen sind. Der Carina-Nebel trägt mit seinem leuchtenden Schimmer zum kosmischen Panorama bei und hebt sich deutlich von der Dunkelheit des Alls ab. Inmitten dieses himmlischen Balletts umhüllt ein sanftes grünes Leuchten, der sogenannte Airglow, die Atmosphäre und verleiht dem Nachthimmel einen subtile Helligkeit. Auch irdische Elemente sind Teil der Szene: Flugzeuge ziehen ihre Spuren über den Himmel, während Fahrzeuge zwischen den Gebäuden der Sternwarte verkehren. Dieser Zeitraffer, aufgenommen am La-Silla-Observatorium in Chile, eröffnet einen faszinierenden Blick auf den dynamischen Wandel des Nachthimmels – ein Zeugnis der Schönheit unserer Galaxie und der markanten Himmelszeichen des südlichen Firmaments.
Bild: José Rodrigues/IAU OAE (CC BY 4.0)
Glossar-Begriffe:
Himmelspol , Himmelskugel , Erdrotation , Beobachtung , Himmel , Kreuz des Südens
Kategorien:
Astronomie mit bloßem Auge
Schlagworte
astrophotography
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Mondkarte der NASA-Mission Clementine
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Unterschrift: Eine Karte der Mondoberfläche, die aus Bildern der BMDO/NASA-Mission Clementine erstellt wurde. Die Mitte des Bildes entspricht ungefähr der Mitte des Vollmondes. Diese Karte ist eine Projektion des kugelförmigen Mondes auf eine flache Oberfläche, so dass die Regionen um die Pole verzerrt erscheinen, so wie die Antarktis auf einer Karte der Erde verzerrt erscheint.
Die großen, dunklen Flecken in der Mitte des Bildes sind Maria (Singular Mare). Sie sind nach dem lateinischen Wort für Meer benannt, aber es handelt sich nicht um Ozeane, wie wir sie auf der Erde haben. Stattdessen handelt es sich um riesige Basaltflächen, die durch Lava entstanden sind, die vor Milliarden von Jahren aus Vulkanen auf dem Mond floss. Sie erscheinen dunkler und glatter als die älteren, helleren Hochländer des Mondes.
Bild: USGS Astrogeology Science Center
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Glossar-Begriffe:
Mond , Mare
Kategorien:
Sonnensystem
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Das Hale-Teleskop
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Unterschrift: Dieses Bild zeigt das Hale-Teleskop am Palomar-Observatorium im Norden des San Diego County, Kalifornien, USA, das vom California Institute of Technology (Caltech) betrieben wird. Mit seinem 5,1 m großen Hauptspiegel war das Hale-Teleskop von seiner Inbetriebnahme im Jahr 1949 bis 1993 das größte optische Teleskop der Welt.
Hier sehen wir das Hale-Teleskop, wenn es gerade nicht in Betrieb ist. Das Teleskop selbst ist das große, senkrecht stehende, annähernd zylindrische Objekt in der Bildmitte. Teleskope wie dieses nutzen Spiegel, um schwaches Licht zu sammeln und klare Bilder von weit entfernten Objekten zu erzeugen, wodurch Wissenschaftler alles untersuchen können – von nahen Sternen und Planeten bis hin zu weit entfernten Galaxien. Der Hauptspiegel, hier am unteren Ende des Teleskops zu sehen, bündelt das Licht vom Himmel auf den Primärfokus am oberen Ende des Teleskops. Instrumente wie Kameras und Spektrographen können direkt in diesem Primärfokus platziert werden. Alternativ kann ein Sekundärspiegel das Licht zurück ins Teleskop reflektieren, von wo es durch eine Öffnung im Hauptspiegel zu den Instrumenten gelangt.
Das Teleskop wird von einer großen Montierung getragen, die hier schräg zum Teleskop zu sehen ist. Bei dieser speziellen Montierung handelt es sich um eine äquatoriale Montierung. Das bedeutet, dass eine der Drehachsen der Montierung auf einen der Himmelspole ausgerichtet ist. Wenn sich ein Stern oder eine Galaxie aufgrund der Erdrotation über den Himmel bewegt, muss sich das Teleskop lediglich um diese Achse drehen, um weiterhin auf diesen Stern oder diese Galaxie ausgerichtet zu bleiben. Die meisten modernen Großteleskope verwenden eine andere Art von Montierung und stützen sich auf Computerberechnungen, um ein Objekt am Himmel präzise zu verfolgen.
Das Hale-Teleskop befindet sich unter einer großen, drehbaren Kuppel, die sich nachts öffnet, damit das Teleskop Objekte am Himmel verfolgen kann.
Bild: JPL/Caltech/Palomar Observatory
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Glossar-Begriffe:
Spiegelteleskop , Teleskop
Kategorien:
Beobachtende Astronomie
, Teleskope, Instrumente und Observatorien
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Rhea taucht nach der Bedeckung durch Titan wieder auf
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Unterschrift: Am 27. Oktober 2009 nahm die Cassini-Sonde der NASA, die den Saturn umkreist, diese Aufnahme des Saturnmondes Rhea auf, als er wieder sichtbar wurde, nachdem er während einer Okkultation vom größten Saturnmond Titan verdeckt worden war. Eine Okkultation ist ein astronomisches Ereignis, bei dem sich ein Himmelskörper vor einen anderen bewegt und diesen für einen Beobachter vorübergehend verdeckt.
Auf diesem Bild befand sich Titan – mit einem Durchmesser von etwa 5.150 km – mit einer Entfernung von etwa 1 Million km näher an der Sonde, während Rhea – mit einem Durchmesser von ungefähr 1.528 km – mit etwa 2,3 Millionen km weiter von der Sonde entfernt war. Der in großer Höhe über Titan auftretende atmosphärische Dunst ist als schwaches Leuchten um seinen Rand herum sichtbar und verdeutlicht den Unterschied in den Oberflächen- und Atmosphärenmerkmalen dieser beiden Monde.
Wissenschaftler untersuchen Okkultationen wie diese, da Beobachtungen, wie ein Mond hinter einem anderen verschwindet oder wieder hervorkommt, dazu beitragen, unser Verständnis ihrer Umlaufbahnen und physikalischen Eigenschaften zu verfeinern.
Bild: NASA/JPL/Space Science Institute
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Glossar-Begriffe:
Monde , Titan , Bedeckung
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Großer Wagen zu vier Jahreszeiten
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Erstellt für das OAE
Unterschrift: Auszeichnung beim IAU OAE Astrofoto-Wettbewerb 2022, Kategorie Weitwinkelaufnahmen von Himmelsmustern.
Da sich die Erde um die Sonne bewegt, scheinen sich die Positionen der Sterne am Nachthimmel im Laufe des Jahres zu verändern. Diese Zusammenstellung von Bildern, die während der vier Jahreszeiten im Jahr 2020 in der Region Venetien in Italien aufgenommen wurden, veranschaulicht dies sehr gut und zeigt die scheinbare Bewegung der Sternbilder Ursa Minor und Ursa Major.
Ursa Minor, der Kleine Bär, ist ein Sternbild der nördlichen Himmelsphäre und enthält den nördlichen Himmelspol, der in unserer heutigen Zeit durch einen hellen Stern namens Polaris gekennzeichnet: der Polarstern. Polaris wird seit Jahrhunderten für die Navigation auf der Nordhalbkugel der Erde verwendet, da er sich seit etwa 200 Jahren fast genau auf der Position des Pols befindet. Im Mittelalter und in der Antike gab es keinen Polarstern. Der Himmelsnordpol lag zu dieser Zeit in einer dunklen Region, und die Griechen betrachteten die "Kleine Bärin" als Begleiterin der "Großen Bärin", die leichter zu erkennen ist. Die hellsten Sterne dieser Konstellationen wurden von den Griechen alternativ auch als Wägen betrachtet, wie in dem berühmten Lehrgedicht von Aratus aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zu lesen ist. Der bekannteste Asterismus in Ursa Major aus sieben hellen Sternen hat (im nördlichen Teil der Welt) unterschiedliche Namen. Während er von den Griechen als Wagen betrachtet wurde, gilt er in China "die Nördliche Schöpfkelle" und bei den alten Römern als "die Sieben Ochsen".
Die Nutzung als Navigationhilfe trug ihren Teil zum Namen "Große Bärin" bei, denn für die Griechen bedeutete eine Reise in Richtung des Horizonts, über dem Ursa Major erscheint, sich in Richtung des Landes der Bären (also nach Nordeuropa) zu bewegen. Ein Tier ist deutlich zu erkennen, wenn man alle schwächeren Sterne in der Nähe der sieben hellen Sterne berücksichtigt. Die Griechen hielten die Bärin für weiblich, weil die griechische Mythologie dieses Tier mit der Nymphe Kallisto verbindet, deren Geschichte die Initiationsrituale für Frauen beschreibt.
Oben links sehen wir ein Bild, das an einem Frühlingsabend aufgenommen wurde, während das Bild darunter den gleichen Himmelsausschnitt an einem Sommerabend zeigt. Gegen den Uhrzeigersinn sehen wir im Bild unten rechts dann den Herbsthimmel, während das Bild oben rechts diesen Himmelsausschnitt im Winter zeigt. Man beachte, dass sich die Stellung von Ursa Minor und dem Großen Wagen zueinander nicht ändert, während sich alle Sterne im Kreis um Polaris zu bewegen scheinen. Als immer nach Norden weisender Stern liegt er an dem Punkt, an dem sich die Rotationsachse der Erde mit der Himmelskugel schneidet.
Die Verschiebung der Sternbilder im Laufe des Jahres ist daher eine Weltkugeluhr oder ein Weltkugelkalender, der von alten Zivilisationen zur Messung der Jahreslänge und zur Vorhersage des Wechsels der Jahreszeiten verwendet wurde. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel der beste Zeitpunkt für die Aussaat und das Segeln bestimmen, da sich die Winde mit den Jahreszeiten ändern.
Bild: Giorgia Hofer/IAU OAE
Glossar-Begriffe:
Großer Wagen , Zirkumpolarsterne , Erdrotation , Himmelsnordpol (NCP) , Polarstern , Asterismus
Kategorien:
Astronomie mit bloßem Auge
Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole
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