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Foto von Callisto, das dessen dunkle, stark verkraterte Oberfläche mit weißen Vertiefungen zeigt.

Der Mond Callisto

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Unterschrift: Callisto ist der äußerste der vier großen Galileischen Monde des Jupiter und der drittgrößte im gesamten Sonnensystem. Größer sind nur Ganymed und der Saturnmond Titan. Callisto umkreist den Jupiter in einer Entfernung von etwa 1,9 Millionen Kilometern, was in etwa dem Sechsfachen der Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht. Mit einem Durchmesser von fast 5.000 Kilometern ist er fast so groß wie Merkur, der kleinste Planet unseres Sonnensystems, hat aber nur ein Drittel seiner Masse, da er zu etwa gleichen Teilen aus Gestein und Eis besteht. Callisto umkreist den Jupiter in einer gebundenen Rotation, so dass stets die gleiche Seite in Richtung Jupiter weist. Im Gegensatz zu den anderen drei Galileischen Monden – Io, Europa und Ganymed – befindet er sich aufgrund seiner weiter außen liegenden Position nicht in einer Umlaufresonanz und wird daher nicht nennenswert durch Gezeitenkräfte erwärmt. Er weist keine Anzeichen von Plattentektonik oder vulkanischer Aktivität auf. Das Fehlen geologischer Prozesse bedeutet, dass Oberflächenmerkmale wie Krater über Milliarden von Jahren unverändert bleiben. Man geht davon aus, dass er sich vorwiegend unter dem Einfluss von Einschlägen entwickelt hat, da seine Oberfläche die älteste und am stärksten mit Kratern übersäte des Sonnensystems ist. Tatsächlich ist er so stark mit Kratern übersät, dass jeder neue Einschlag wahrscheinlich einen früheren überdecken wird. Die innere Struktur von Callisto ist noch Gegenstand von Diskussionen. Möglicherweise besteht er aus einem tiefen Salzwasser-Ozean. Man geht davon aus, dass er hauptsächlich aus einer Mischung aus Eis und Gestein besteht, die in den inneren Schichten des Mondes in verschiedenen Aggregatzuständen vorkommen. Callisto verfügt über eine sehr dünne Atmosphäre, die hauptsächlich aus Kohlendioxid und Spuren von Sauerstoff besteht. Der Mond wurde bereits von zahlreichen Raumsonden untersucht - darunter die „Pioneer“- und „Voyager“-Missionen sowie der „Galileo“-Orbiter - und wird auch in Zukunft durch die NASA, die ESA und die chinesische Raumfahrtbehörde (CNSA) weiter erkundet werden.
Bild: NASA/JPL/DLR
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Glossar-Begriffe: Galileische Satelliten , Monde

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Datei ( Bild 610.45 kB)


Europa ist rund mit großen Flecken in brauner bis weißer Farbe, bedeckt mit zahlreichen Spalten, die zufällig auf der Oberfläche verteilt sind

Europa

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Unterschrift: Dieses von der NASA-Raumsonde Galileo im September 1996 aufgenommene Bild zeigt den mit Eis bedeckten Jupitersatelliten Europa in annähernd natürlicher Farbe. Lange, dunkle Linien sind Brüche in der Kruste, von denen einige mehr als 3.000 Kilometer lang sind (1.850 Meilen). Das helle Merkmal mit dem dunklen Fleck in der Mitte im unteren Drittel des Bildes ist ein junger Einschlagskrater mit einem Durchmesser von etwa 50 Kilometern (31 Meilen). Europa hat einen Durchmesser von etwa 3.160 Kilometern (1.950 Meilen), was in etwa der Größe des Erdmondes entspricht.
Bild: NASA/JPL/DLR

Glossar-Begriffe: Galileische Satelliten , Monde
Kategorien: Sonnensystem

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Datei ( Bild 622.91 kB)


Io ist etwa kugelförmig. Seine Oberfläche besteht hauptsächlich aus gelblichen Schwefelverbindungen und eher kleinen, dunkleren Vulkanen.

Io

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Unterschrift: Die NASA-Raumsonde Galileo hat am 3. Juli 1999 ihre höchstauflösenden Bilder des Jupitermondes Io aufgenommen. Io ist einer der vier Jupitermonde, die von Galileo Galilei im Jahr 1610 entdeckt wurden. Die Farben von Io zeugen von seiner umfangreichen vulkanischen Aktivität, da sie aus schwefelhaltigen Verbindungen resultiert. Die Gezeitenkräfte von Jupiter und den benachbarten Monden sind die Ursache für den Vulkanismus auf Io.
Bild: NASA/JPL/Universität von Arizona
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Glossar-Begriffe: Galileische Satelliten , Io , Monde
Kategorien: Sonnensystem

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Datei ( Bild 789.81 kB)


Nahaufnahme von Ganymed, dem größten Mond des Jupiter, die seine kraterübersäte, eisige Oberfläche mit markanten Gebirgskämmen und Furchen zeigt.

Ganymed, aufgenommen von der Raumsonde Juno

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Unterschrift: Ganymed ist der größte und massereichste natürliche Mond des Jupiter und zugleich der größte Mond im Sonnensystem. Er ist dazu der einzige Mond im Sonnensystem, der über ein intrinsisch erzeugtes Magnetfeld verfügt. Dieses entsteht vermutlich durch einen Kern aus flüssigem Eisen oder Eisensulfid. Mit einem Durchmesser von über 5.000 Kilometern übertrifft er den Merkur an Größe. Obwohl er mehr als doppelt so massereich ist wie der Erdmond, weist er jedoch aufgrund seiner geringeren mittleren Dichte eine schwächere Oberflächengravitation auf als Merkur, Io und der Erdmond. Das Erscheinungsbild von Ganymed wird hauptsächlich geprägt durch dunkle, stark verkraterte Regionen und hellere, weniger stark durch Einschläge gezeichnete Bereiche mit tiefen Rillen und Graten, die auf geologische Aktivität hindeuten. Ob dies möglicherweise durch Gezeitenerwärmung verursacht wird, muss noch weiter untersucht werden. Die helleren Regionen machen etwa zwei Drittel der Oberfläche von Ganymed aus. Der verbleibende Bereich besteht aus dunklen, mit Einschlagskratern übersäten Regionen, deren Alter auf vier Milliarden Jahre datiert wurde. Es wird angenommen, dass der Mond unter seiner eisigen Oberfläche einen großen Salzwasser-Ozean mit extremen Tiefen von bis zu 800 Kilometern beherbergt. Ganymed verfügt wahrscheinlich über eine sehr dünne Sauerstoffatmosphäre, vergleichbar mit der des Jupitermonds Europa. Diese Atmosphäre kann jedoch nicht als Hinweis auf Leben interpretiert werden. Stattdessen wird angenommen, dass Wasserstoff und Sauerstoff auf der Mondoberfläche durch Strahlung aufgespalten werden. Die erste Raumsonde, die Ganymed besuchte, war Pioneer 10, die ein Hochgeschwindigkeits-Vorbeiflugmanöver durch das Jupitersystem vollführte. Seitdem wurde er von mehreren anderen Sonden wie Galileo, New Horizons und Juno untersucht. Der Jupiter Icy Moons Explorer (JUICE) wird als erste Sonde tatsächlich in die Umlaufbahn um Ganymed selbst eintreten (etwa im Jahr 2034) und in späteren Phasen auf dem Mond einschlagen, um die Zusammensetzung seiner Oberfläche genauer zu untersuchen.
Bild: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Kevin M. Gill
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Glossar-Begriffe: Galileische Satelliten , Monde

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Datei ( Bild 1.85 MB)


Helle Streifen bilden vertikale Balken und versperren klare Sicht auf den Sternenhimmel

Satellitenschwarm versus Schönheit des Nachthimmels, von Torsten Hansen, Deutschland

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Erstellt für das OAE

Unterschrift: Dritter Platz beim IAU OAE Astrophotographie-Wettbewerb 2021, Kategorie Lichtverschmutzung. Dieses Bild von Venus und den Plejaden zeigt auch die Spuren der Starlink-Satelliten. Diese Satelliten, die sich in einer Höhe von etwa 550 Kilometern befinden, sind Teil einer immer größer werdenden Satellitenkonstellation, die einen weltweiten Internetzugang ermöglichen soll. Die reflektierenden Oberflächen der Satelliten und die Tatsache, dass sie um die Erde kreisen, führen dazu, dass astronomische Beobachtungen, die sehr lange Belichtungszeiten erfordern, "Spuren" der Satelliten in ihren Bildern einfangen. Astronomische Bilder, die für die wissenschaftliche Forschung verwendet werden, sind unbrauchbar, da die Messungen und Daten diese "Spuren" enthalten. Da die Zahl der Satelliten voraussichtlich zunehmen wird, wird es wahrscheinlich in naher Zukunft keinen Ort auf der Erde mehr geben, an dem diese Satelliten nicht über den Himmel ziehen. Dies ist eine neue Art von Lichtverschmutzung, mit der wir uns in Zukunft auseinandersetzen müssen, da diese Satelliten eine optimale Beobachtung des Himmels verhindern könnten.
Bild: Torsten Hansen/IAU OAE

Glossar-Begriffe: Lichtverschmutzung , Künstlicher Satellit

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Symbole

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